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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Von Stürmen und nassen Böden

19.05.2018

Großenkneten „70 Jahre FBG OL-DEL“ prangte in grünen Lettern auf den Trinkbechern, die jedes Mitglied der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Oldenburg-Delmenhorst am Donnerstagabend während der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Kempermann in Großenkneten mit auf den Nachhauseweg erhielt.

Mit der Besichtigung der Forstflächen als Anpflanzungen in Wasserschutzgebieten von Eik Potrafke und der Jahreshauptversammlung hatte der FBG-Vorstand um den Vorsitzenden Günter Westermann die Weichen für die Feier des 70. Jahrestags nach der Gründung gestellt.

„Am 6. Januar 1948 gründete sich unsere Forstbetriebsgemeinschaft unter dem Vorsitz von Wilhelm Meyer aus Busch in der Gemeinde Dötlingen“, ging Westermann auf die Anfänge der FBG ein. 21 Jahre führte der

Dötlinger die Geschäfte. Von 1969 bis 1973 folgte Karl Breitholz. Edo Eilers stand der FBG bis 1988 vor und anschließend Alfred Tabken bis 1996. Danach übernahm Jan Oltmann die Geschäfte, der durch Westermann abgelöst wurde. Als Erinnerung wurden die bedruckten Becher verteilt und bei einem Imbiss an die alten Zeiten erinnert.

Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates

Für gemeinsames Konzept geworben

Der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck, hielt zum Thema „Forstreform in Deutschland/Niedersachsen“ eine flammende Rede, um bei Waldbauern und -eigentümern für Vermarktung und Findung eines gemeinsamen Konzeptes zu werben. Dabei erinnerte er an die Bedeutung von Forst und Waldeigentümern. 11,4 Millionen Hektar Wald gebe es in Deutschland. 96,5 Prozent der Eigentümer hätten weniger als 20 Hektar Wald. Darunter auch Flächenbesitzer mit weniger als einem Hektar. Dem gegenüber stünden Großflächen-Besitzer. Schirmbeck: „Hier einen Konsens zu erreichen, ist noch ein längerer Weg, da das Interessengemenge sehr unterschiedlich ist.“ Auch die Abnehmer von Holz würden sich konzentrieren. Von 13 seien nur noch fünf am Markt.

Westermann sprach in seinem Bericht von nassen Bodenverhältnissen und drei Stürmen. 170 Mrd. Jahresumsatz stünden hinter der Holzvermarktung bundesweit und damit Arbeitsplätze für viele Menschen. Eine Drei-Tagesfahrt als Lehrausflug im Vorjahr sei gut angenommen worden. Für dieses Jahr ist im September eine Ein-Tages-Lehrfahrt geplant.

633 Mitglieder zählt die FBG. 5571,9 Hektar Waldflächen würden sie besitzen, wie Geschäftsführer Rolf Breitenbach erklärte. Der Holzeinschlag belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 23 737,64 Festmeter. Im Geschäftsjahr konnte ein Plus von 9840 Euro erwirtschaftet werden.

Ansprechende Zahlen, die auch Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke zu würdigen wusste. Holz und Natur gehörten zusammen: Rohstoff für die Menschen und die Gemeinde sowie Basis für Naherholung.

Schließlich lag es noch an Forstamtsrat Johann Dirks, stellvertretender Leiter der Geschäftsstelle Oldenburg des Forstamtes Weser-Ems, an die Rahmenbedingungen zu erinnern. Der Orkan „Frederike“ habe das Gebiet hier mehr oder weniger verschont. Anders in Osnabrück und noch südlicher. Vor allem großes Stammholz der Fichten sei betroffen gewesen, das sich mangels Verarbeitungsmöglichkeiten schwer vermarkten lasse, zumal auch Abnahmeverträge bestehen würden.

Für mehr Schäden in der Region hätten die Stürme „Sebastian“ und „Xavier“ gesorgt. Dazu sei der viele Niederschlag gekommen. Manche Sturmschäden und Holzbergung konnte erst vor sechs Wochen beginnen. Zuvor sei alles viel zu nass gewesen.

Unter dem Punkt Förderungen führte Dirks an, dass die Douglasie auf großen Wunsch wieder bei der Pflanzung gefördert werde.

Für den verstorbenen Manfred Tabken wählten die Mitglieder Ingo Stöver aus Hurrel neu in den Vorstand der Forstbetriebsgemeinschaft. Der damit frei gewordene Beiratsplatz wurde durch Rainer Bücking, Ganderkesee, neu besetzt.

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