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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

KA lässt bei der Tierhaltung nicht locker

25.11.2017

Großenkneten Das Thema lässt die Kommunale Alternative (KA) schon seit längerem nicht los: die planungsrechtliche Steuerung von Tierhaltungsanlagen. Derzeit liegen die Vorentwürfe der fünf Bebauungspläne noch bis zum 6. Dezember öffentlich aus. Nach einer ersten Informationsveranstaltung in Huntlosen stellte die KA nun in Großenkneten ihre kritische Sicht auf die seit 2014 betriebene planungsrechtliche Steuerung von Tierhaltungsanlagen vor. Erst vor kurzem hatte sie ihre Bedenken auch per Faltblatt flächendeckend verteilen lassen.

Gut 45 Gäste konnte KA-Ratsherr Uwe Behrens begrüßen, darunter auch einige Landwirte. Die Pläne umfassen das gesamte Gemeindegebiet und weisen 156 Bestandsflächen aus, auf denen sich derzeit bereits Hof- und Stallanlagen befinden.

Zudem beinhalten sie 67 sogenannte Entwicklungsflächen. Das sind bislang noch unbebaute Flächen, auf denen dann zukünftig Ställe entstehen könnten. „An der Ausweisung eben dieser Flächen übte der Referent heftige Kritik, denn sie sollen auch für gewerbliche Stallbauten, das heißt solche ohne Futterflächennachweis, gelten“, berichtet der KA-Vorsitzende Axel Janßen. Damit würde eine deutliche Steigerung der bereits jetzt sehr hohen Tierzahlen in der Gemeinde ermöglicht.

„Derzeit kommen auf jeden Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche in Großenkneten Tiere mit einem Gesamtgewicht von 1500 Kilogramm – drei Großvieheinheiten – also mehr, als Futtermittel angebaut und Gülle und Festmist ausgebracht werden können“, rechnete Behrens vor. Der Futter-Import und Exkremente-Export müssten also weiter steigen, da Böden und Grundwasser nicht noch mehr belastet werden dürfen.

Nicht exportieren ließen sich die zusätzlichen Emissionen an Schadstoffen wie Ammoniak, Feinstaub und Keimen, die die Anwohner und die Natur in der Umgebung der Ställe belasteten. „Immerhin stößt ein gängiger Maststall für knapp 30 000 Hähnchen jährlich 1,4 Tonnen Ammoniak und 446 Kilogramm Feinstaub aus“, so Behrens.

Widerspruch gegen die ablehnende Haltung der KA bezüglich der Planung gab es von anwesenden Landwirten. Sie sahen den wirtschaftlichen Expansionsdruck, unter dem sie stünden, nicht ausreichend berücksichtigt. „Wachsen oder weichen“ gelte für die Mehrheit der Betriebe, ökonomische Nischen gebe es nur für wenige.

Diese Einschätzung konnte Axel Janßen durchaus nachvollziehen. Er betonte aber: „Die vorgestellte Stallbauplanung ist genau ein Teil dieser Rahmenbedingungen, die alljährlich tausende Landwirte zur Betriebsaufgabe zwingen, weil das wachsende Schlachtviehangebot die Erträge letztlich immer weiter drückt. Der Bau von immer mehr Ställen führt in die Sackgasse, weil er landwirtschaftliche Familienbetriebe ruiniert, die Gesundheit der Anwohner schädigt, Natur und Böden belastet und unser Trinkwasser gefährdet.“

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