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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Schmutzwasser weg – Bauplätze her

01.02.2019

Grüppenbühren Das hatte seinerzeit für große Enttäuschung gesorgt in Grüppenbühren: Vor drei Jahren scheiterte die Gemeinde Ganderkesee mit dem Plan, in begrenzter Menge Baugrundstücke an der Kühlinger Straße zu schaffen. Der Landkreis Oldenburg grätschte damals dazwischen, genauer die Untere Wasserbehörde: Es gebe keine Kanalisation in Grüppenbühren, so dass neu hinzukommende Haushalte ihre Abwässer wie alle anderen über Kleinkläranlagen entsorgen müssten – und davon gebe es schon zu viele, eine übermäßige Belastung des Grundwassers sei nicht auszuschließen, hieß es im Frühjahr 2016.

Jetzt jedoch gibt es neue Hoffnung für Bauwillige in Grüppenbühren: Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV), der in der Gemeinde Ganderkesee für die Abwasserbeseitigung zuständig ist, erwägt den Bau einer Druckrohrleitung im Bereich der Kühlinger Straße. Über diese Leitung könnte das Schmutzwasser aus den angeschlossenen Haushalten nach Ganderkesee und weiter zur Kläranlage nach Delmenhorst transportiert werden.

Die Pläne wurden in der vergangenen Woche den Anliegern vorgestellt – ob und wie schnell sie umgesetzt werden können, hängt vor allem davon ab, wie viele der schon ansässigen Haus- und Grundstückseigentümer sich beteiligen. Je mehr mitmachen, desto günstiger werden die Anschlüsse für jeden Einzelnen.

Der OOWV kalkuliert mit Herstellungskosten für die Druckrohrleitung in Höhe von 74 000 Euro. Wenn rund 40 Grundstücke und Bauplätze angeschlossen würden, lägen die Kosten pro Eigentümer bei 1800 Euro, mache indes nur die Hälfte mit, zahle jeder 3700 Euro, rechnete OOWV-Regionalleiter Stefan Fauerbach den Anliegern vor. Hinzu kämen pro Haushalt knapp 7000 Euro für ein zwingend nötiges Kleinpumpwerk.

Bau- und Anschlusskosten sind vergleichsweise niedrig, weil der OOWV auf Leerrohre der EWE zurückgreifen kann. Diese hatte ihre Gasleitungen entlang der Straße erneuert, die alten Rohre aber in der Erde gelassen. „Durch kleine Gruben können wir unsere Schlauchleitung da einziehen“, erklärt Fauerbach.

Etwa bis April haben die Eigentümer im Einzugsbereich der Kühlinger Straße Zeit, sich zu entscheiden. Wenn die genaue Zahl der beteiligten Haushalte feststeht, will der OOWV die Kosten genau kalkulieren, danach ist eine erneute Anliegerversammlung geplant.

Falls die Beteiligung ausreichend ist, kann mit dem Bau der Druckrohrleitung im Frühjahr 2020 begonnen werden. Und dann würden Rat und Verwaltung wohl die Pläne zum Bauen im Außenbereich wieder aus der Schublade holen. „Wenn das Problem der Schmutzwasserentsorgung aus der Welt ist, spricht vieles dafür, dass wir das Verfahren wieder aufgreifen“, meint Peter Meyer, Leiter des Fachbereichs Gemeindeentwicklung. Es gehe allerdings an der Kühlinger Straße um „nur einige wenige Bauplätze“, so drei bis fünf. Die Nachfrage in Grüppenbühren, weiß Meyer, „ist durchaus höher“.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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