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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Gute Noten nicht einziges Kriterium

08.10.2014
Frage: Frau Matthes, haben Arbeitgeber zu hohe Anforderungen an zukünftige Auszubildende?
Matthes: Arbeitgeber haben zu Recht den Wunsch, möglichst gute Auszubildende zu finden. Studien zeigen jedoch, dass die kognitiven Fähigkeiten in dem Zusammenhang überschätzt werden: Gute Auszubildende müssen nicht unbedingt die schulisch Leistungsstärksten sein. Viel wichtiger als auf Fachnoten zu schauen, ist es deshalb, sich selbst ein Bild von den einzelnen Bewerbern zu machen.
Frage: Was können die Schulen im Vorfeld leisten?
Matthes: Jugendliche sollten sich bereits zu Schulzeiten mit beruflichen Möglichkeiten auseinandersetzen. An vielen Schulen wird sich bereits intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt, gerade an Gymnasien besteht aber oft noch großer Nachholbedarf.
Frage: Jugendliche werden immer früher aufs Arbeitsleben vorbereitet – trotzdem finden viele keinen Ausbildungsplatz. Warum?
Matthes: Das eine Problem ist sicher das Image von bestimmten Berufen, das sich nicht so leicht verändern lässt. Oft nehmen die Eltern und das soziale Umfeld großen Einfluss auf die Jugendlichen. Das Handwerk hat zu Recht eine intensive Image-Kampagne gestartet. Ein weiteres Problem ist aber auch, dass sich die Ausbildungsbedingungen in Berufen stark unterscheiden. Das beginnt schon bei den Lehrlingsvergütungen, in denen es große Unterschiede gibt.
Frage: Welche Berufssparten haben denn die größten Probleme?
Matthes: Viele unbesetzte Plätze gibt es in den Lebensmittelhandwerksberufen wie Bäcker oder Fleischer, in Berufen der Gastronomie und im Reinigungsgewerbe.
Frage: Wie viel Einfluss hat der demografische Wandel?
Matthes: Im Zuge des demografischen Wandels wird es immer mehr Betriebe geben, die Schwierigkeiten haben, Auszubildende zu finden. Eine zentrale Herausforderung ist, dass sich Betriebe trotz der größeren Risiken, keine Auszubildenden zu finden, nicht vom Ausbildungsmarkt zurückziehen. Denn um alle ausbildungsinteressierten Jugendlichen versorgen zu können, wird ein Überschuss an Ausbildungsplätzen benötigt.
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