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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bürsteler Fuhrenkamp: „Haben Perspektive entwickelt“

24.11.2011

BüRSTEL Dass der Bürsteler Fuhrenkamp jemals wieder zu dem Wald werden würde, der er heute ist, konnte Johannes Steffens bei seinem Amtsantritt am 1. April 1978 nicht ahnen. Wenn der Leiter der Revierförsterei Stühe am Jahresende in die Ruhephase der Altersteilzeit eintritt, wird er auf knapp 34 Jahre zurückblicken, in denen er die Entwicklung des Fuhrenkamps und weiterer Waldgebiete begleitet hat. Zusammen mit den Daten seines Vorgängers Hans Hayen, zu dem er einen guten Kontakt pflegte, überschaut Steffens heute mehr als 60 Jahre Waldentwicklung – eine außergewöhnlich lange Zeitspanne.

1978 bot sich dem Diplom-Forstingenieur ein desaströses Bild: Ein Orkan hatte sechs Jahre zuvor fast den kompletten aus dem 19. Jahrhundert stammenden Kiefernwald zerstört. Nur etwa ein Fünftel des Baumbestandes war erhalten geblieben. Zwar war das Sturmholz zu diesem Zeitpunkt größtenteils bereits beseitigt. Doch die Wiederaufforstung des Waldes hatte gerade erst auf Teilflächen wieder begonnen.

Allerlei Widrigkeiten

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Es folgte eine zehn Jahre andauernde Waldneubegründung nach ökologischen Gesichtspunkten. Sie berücksichtigte Boden- und Klimaverhältnisse und erfasste, welche Baumarten an den jeweiligen Standorten gedeihen würden. Steffens Aufgabe war die Aufforstung und die Pflege des entstehenden Waldes. Doch der Revierförster hatte mit allerlei Widrigkeiten zu kämpfen: „Das Freiland bietet schwierige Bedingungen für neue Kulturen, weil der Schutz durch alte Bäume fehlt“, erklärt Steffens. Er griff zu einem von der Natur abgeschauten Trick: Er ließ Birken als Vorwald wachsen, der gewissermaßen ein „Ammenklima“ erzeugte, in dem die langsam wachsenden Arten in Ruhe gedeihen konnten.

Heute ist der Baumbestand im Bürsteler Fuhrenkamp erheblich vielfältiger als vor dem Sturm: Neben dem Kiefern- und Fichtenwald, der den Orkan überlebt hat, sind jeweils etwa ein Fünftel des 56 Hektar großen Waldes mit Eichen und Hainbuchen sowie mit Kiefern und Fichten bewachsen. Etwa 25 Prozent machen Douglasien und 15 Prozent Lärchen aus.

„Heute ist der Bürsteler Fuhrenkamp unbestritten wieder ein Wald“, sagt Johannes Steffens. „Er erfüllt seine Aufgaben wieder.“ So diene er der Holzernte, der Naherholung sowie dem Biotop- und Artenschutz. Jahrzehnte nach der Neubegründung sind im Fuhrenkamp wieder Rehe, Hasen, Füchse und zahlreiche Vogel- und Amphibienarten zu beobachten.

Ausgleich der Interessen

Keinen Hehl macht Steffens aus der Tatsache, dass die Landesforsten den Wald, um ihn unterhalten zu können, auch bewirtschaften müssen. „Wälder sind immer ein Kompromiss menschlicher und natürlicher Ansprüche“, beschreibt er. „Unsere Aufgabe als Förster ist es, im Sinne der Nachhaltigkeit ökologische, ökonomische und soziale Ansprüche in Einklang zu bringen.“ Für den Bürsteler Fuhrenkamp ist das gelungen. „Wir haben mit unseren Maßnahmen eine echte Perspektive für den Bürsteler Fuhrenkamp entwickelt“, lautet Steffens Bilanz zum Abschluss seiner Dienstzeit.

Der Nachfolger des 62-Jährigen wird neben den Waldgebieten, die Steffens bislang betreute, für noch weitere zuständig sein: „Das Revier wird aufgelöst und es erfolgt ein Neuzuschnitt“, kündigt Rainer Städing, Pressesprecher der Landesforsten, an.

Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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