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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Rettung hoch          oben in          der Luft

04.05.2018

Haidhäuser /Oldenburg Wie kann man Verletzten auf einer Windkraftanlage helfen? Welche Notfallpläne gibt es und wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Windparkbetreiber beziehungsweise dem Service der Windkraftanlagen? Einige von vielen Fragen, auf die am Donnerstag das Team der Höhenrettung, angesiedelt bei der Feuerwehr der Stadt Oldenburg, in Theorie und Praxis Antworten suchte.

Übungsobjekt war eine der Anlagen im Bürgerwindpark in Haidhäuser. Hier empfingen Hermann Raschen und Tristan Lübben von der VR-Energieprojekte Dötlingen GmbH Jens Kühling, Leiter der Höhenrettung, mit seinem Team im Beisein der Vestas-Service-Mitarbeiter Rüdiger Weers und Dennie Tiefensee, um Antworten auf die Fragen zu erhalten.

„Im Rahmen unser Fortbildungswoche besuchen wir heute diese Anlage. Dabei geht es um das Abseilen aus der Gondel, die Verletztenrettung mit einer Trage über die Leiter im Inneren des Turms, die Abschaltung, die Kontaktaufnahme zum Service mit Notrufnummern und mehr“, zählte Kühling auf.

Mit einer Drehleiter sei bei 30 bis 40 Metern Höhe Schluss. „Wenn ganz oben jemand verletzt ist, dann hilft nur das Aufsteigen und Retten des Unfallopfers. Das kann eben auf verschiedenen Wegen passieren. Das proben wir heute“, meinte der Leiter der Höhenrettung.

Doch dass das Bergen über das Seil aus der Gondel in einer Höhe von rund 130 Metern seine Zeit braucht, bewies die praktische Umsetzung. Jens Kühling und Service-Mitarbeiter Rüdiger Weers schwebten rund 45 Minuten in der Luft, bis sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Gesichert und abgelassen wurden die beiden von den Kameraden in der Gondel auf der Turmspitze.

„Mit unserem Gerät sind wir da schon schneller“, meinte Weers. Allerdings würde es auch kein Sicherungsseil geben, dass das Driften gegen den Turm verhindert. „Die Bergung über die Trage im geschützten Anlagenturm ist da eindeutig vorzuziehen“, so Weers.

Und was passiert, wenn die elektrische Einrichtung nebst Kabel und die Schmierstoffe im Turm in Brand geraten? „Dann nehmen wir auf die Anlage keine Rücksicht. Es wird im Umkreis von 500 Meter eine Absperrung vorgenommen, bis das Feuer ausgeht. Versuche zu löschen klappen schon deshalb kaum, weil beim Öffnen der Tür am Boden ein Kamin entsteht, der das Feuer oben noch mehr anfacht.“

Die Übung brachte den Feuerwehrleuten aus Oldenburg wichtige Erkenntnisse, zumal die Oldenburger Höhenretter bislang noch keine Vestas-Anlage bestiegen hatten. „Ende des Monats werden wir noch einmal hierher kommen, um Einsätze vor Ort optimaler gestalten zu können“, kündigte Jens Kühling einen weiteren Übungseinsatz in Haidhäuser an.

Seit 2001 gibt es bei der Oldenburger Berufsfeuerwehr einen Höhenrettungsdienst. Dabei handelt es sich um freiwillige Berufsfeuerwehrbeamte, die die Aufgaben neben der normalen Wache übernehmen. Allesamt sind Spezialisten, die durch ständige Fortbildung auf die besonderen Anforderungen im Höhenrettungsdienst vorbereitet sind.

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