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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wirtschaft In Gemeinde Wardenburg: Gemeinsamer Schritt zur Regionalität

12.12.2019

Harbern Ii /Rastede „Das ist ein tolles, einzigartiges Projekt“, begeisterte sich Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). „Deshalb bin ich selbst hergekommen, um mir das Ganze vor Ort anzusehen.“ Das Projekt, von dem sie spricht, ist die Kooperation zweier regionaler Firmen: Künftig liefert der landwirtschaftliche Betrieb von Marco Meyer und Linda Bruns in Harbern II (Gemeinde Wardenburg) Freilandeier für die Backwaren von Müller-Egerer mit Sitz in Rastede. Am Mittwoch informierte sich die Landwirtschaftsministerin vor Ort.

Nase voll vom Flüssigei

Jan-Christoph Egerer will bei der Produktion seiner Backwaren künftig auf mehr Regionalität und Nachhaltigkeit setzen. Der Einsatz von  Eiern aus Freilandhaltung gehört dazu. Denn der Firmenchef hat die Nase voll von Flüssigeiern. „Da wird die Käfighaltung für Legehennen in Deutschland verboten, und dann importieren wir Flüssigei aus Ländern, in denen diese Haltung noch absolut üblich ist“, ärgert er sich. „Das passt nicht zu uns und unserer Firmenphilosophie.“

Für sein Unternehmen hat er deshalb Konsequenzen gezogen. „Ich war auf der Suche nach einem Hof, der die Mengen an Freilandeiern liefern kann, die ich täglich brauche.“ Und das ist einiges: 5000 Eier werden in der Bäckerei jeden Tag aufgeschlagen und verarbeitet, hinzu kommen 3000 Eier, die hartgekocht auf belegten Brötchen landen oder von den Kunden in den Filialen als Rührei und ähnliches verspeist werden. Eine Menge, die Marco Meyer liefern kann: Rund 36 000 Eier produzieren die Hennen auf seinem Hof pro Tag.

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Nachhaltigkeit honoriert

Seit 2013 setzt Meyer auf Freilandhaltung. „Für mich war das eine Investition in die Zukunft, Bodenhaltung kam für mich nicht infrage.“ 20 000 Legehennen – Linda Bruns spricht von „unseren wichtigsten Mitarbeiterinnen“ – scharren seitdem auf einem Gelände von acht Hektar, nun kam ein zweiter Stall mit ebenso vielen Hennen und gleich großer Auslauffläche hinzu. Jedes Huhn muss in der Freilandhaltung rechnerisch vier Quadratmeter Fläche zur Verfügung haben.

„Der zweite Stall war wichtig, denn nur so können wir sicherstellen, dass wir in der Lage sind, regelmäßig zu liefern“, erklärt Linda Bruns. Denn: Nach 14 Monaten haben die Hennen ihre Schuldigkeit getan und die nächste Generation wird aufgestallt. In der Zwischenzeit werden in diesem Stall keine Eier produziert.

Nachdem Müller-Egerer bereits seit einiger Zeit mit dem Milchhof Diers in Oldenburg zusammenarbeitet, ist Meyer der zweite Lieferant vor Ort. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Kunden Regionalität und Nachhaltigkeit honorieren“, so der Geschäftsführer. Deshalb ist mit den Freiland-Eiern auch noch nicht Schluss. „Wir wollen noch weitergehen, was Tierwohl, Landwirtschaft und CO2-Ausstoß angeht.“

Eigene Perspektiven

Auf 80 000 Euro pro Jahr beziffert Egerer die Mehrkosten, die allein durch die Umstellung vom Flüssigei aufs Freilandei aus der Region entstehen. Für Barbara Otte-Kinast eine gute Investition: „Wir müssen dahinkommen, dass wir Werte verkaufen“, betonte sie. Auch für den Wardenburger Bürgermeister Christoph Reents, selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen, ist die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen wegweisend: „Landwirte werden künftig mehr und mehr gefordert sein, eigene Wege und Perspektiven zu finden.“

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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