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Agrarwende: Landwirt für neue Wege gesucht

15.06.2019

Harpstedt Kann das Konzept der „Solidarischen Landwirtschaft“ (Solawi) in der Samtgemeinde Harpstedt verwirklicht werden? – Das will die Harpstedter Klima AG herausfinden. Gezielt wird sie in den nächsten Tagen Landwirte ansprechen und nach der Bereitschaft zum Mitmachen fragen. Erste Ergebnisse könnten vielleicht schon am Dienstag, 25. Juni, um 20 Uhr im Hotel Zur Wasserburg, Amtsfreiheit 4 in Harpstedt, vorgestellt werden – bei einer Info-Veranstaltung über die Solidarische Landwirtschaft Hollerhof.

Samtgemeinde trägt ein Jahr lang Miete

Der Freiraum-Laden in der Freistraße 1 in Harpstedt kann auch nach dem 31. August 2019 für Aktivitäten insbesondere in Sachen Klimaschutz genutzt werden. Die Samtgemeinde Harpstedt habe einen entsprechenden Antrag des Harpstedter Klimaschutzprojektes Freiraum befürwortet und werde die Miete für ein Jahr (5200 Euro) finanzieren, berichtete Sabina Dalg-Vinken auf Nachfrage.

Damit gilt als sicher, dass das Klimaschutzprojekt nach dem Ende des zweijährigen Förderzeitraums weitergeführt wird. Bislang vergütete Tätigkeiten sollen künftig auf ehrenamtlicher Basis bewerkstelligt werden. Freiraum hatte in den vergangenen Jahren diverse Aktionen und Angebote initiiert, darunter die Schaffung von Blühflächen, Ferien-Klima-Camps für Kinder oder das Repair-Café.

Kurz zum Hintergrund: Bei der „Solidarischen Landwirtschaft“ trägt eine Gruppe von Menschen – zum Beispiel ein Verein – die Kosten des Hofes durch einen monatlichen Beitrag und bekommt im Gegenzug dafür, was auf dem Hof erzeugt und produziert wird. Seit Mai 2017 gibt es dieses Modell in der Gemeinde Hude: Die Betreiber-Familien der Hofgemeinschaft Grummersort bewirtschaften seither ein Viertel des Hofes nach dem Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft.

Den Mitgliedern würden in Grummersort Gemüse, Milch und Milchprodukte, Käse, Brot und Backwaren, Fleisch und Wurstwaren angeboten, erklärte Mitbewirtschafter Christoph Zimmermann am Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Erfahrungen mit dem „Solawi“-Modell seien gut. Zimmermann sprach von einem „schönen Miteinander“ mit den Mitgliedern. Und: „Wir haben eine vernünftige Planbarkeit.“

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Hinzu kämen weitere Vorteile, sagte Sabina Dalg-Vinken vom Harpstedter Klimaschutzprojekt Freiraum, das die Klima AG initiiert hatte. Die Solidarische Landwirtschaft biete ein gesichertes Einkommen, stehe für kurze Wege vom Hersteller zum Konsumenten, biete dem Verbraucher Transparenz. Nachteile gebe es natürlich auch. Einer davon: Der Landwirt „muss sich mit einer Gruppe auseinandersetzen“. Das sei schon ein Aufwand.

Für die „Solawi Harpstedt“ gesucht wird ein Landwirt in der Samtgemeinde Harpstedt mit einer biologisch orientierten Landwirtschaft, nicht zwingend ein zertifizierter Bio-Hof.

Zum Info-Abend am 25. Juni erwartet die Klima AG zwei Vertreter des Hollerhofs in Eydelstedt. Hof-Betreiberin Hildegard Stubbe und ein Mitglied des vor einem Jahr gegründeten Solawi-Vereins werden über ihre Erfahrungen mit der Solidarischen Landwirtschaft berichten.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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