• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Traubeneichen lieben die Wärme

19.07.2019

Harpstedt Man sieht sie schon von Weitem, die langen bogigen Triebe der Feldulme und die ebenfalls energisch nach oben strebenden Triebe der Esskastanie mit ihren markanten Blättern. Seit 2015 pflanzt der Harpstedter Revierförster Eberhardt Guba diese in der Region relativ unbekannten Baumarten bei der Erstaufforstung von landwirtschaftlichen Flächen.

Diese stellt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) den Niedersächsischen Landesforsten zur Aufforstung in seinen Wassereinzugsgebieten zur Verfügung. Dabei werden wegen der höheren Versickerungsrate in das Grundwasser nur Laubbäume gepflanzt.

„Der ursprüngliche Standard, Eiche mit wenigen Mischbaumarten zu pflanzen, erschien mir mit Blick auf den Klimawandel zu risikobehaftet“, schildert Eberhardt Guba seine Überlegungen.

So pflanzt er in 20 bis 40 Meter breiten Streifen wärmeliebende Traubeneichen, gemischt mit Hainbuchen oder Buchen und dann Esskastanien und Feldulmen. Auf etwas besseren Böden gesellt er noch die Linde und den Bergahorn dazu.

„Wir haben so eine hohe Sicherheit, dass der Wald erhalten bleibt, wenn eine Baumart ausfällt. Denn wir wissen nicht, was mit dem Klimawandel noch alles auf uns zukommt“, so Guba.

Er hat die Pflanzstreifen so geplant, dass die Bäume, wenn sie im künftigen Wald 25 bis 30 Meter hoch sind, in Einzelmischung stehen. Seit 2015 hat Eberhardt Guba allein in seinem Revier jährlich fünf bis zehn Hektar auf diese Art aufgeforstet.

Eingerahmt werden alle Pflanzungen mit einem 20 Meter breiten Streifen mit Sträuchern für den künftigen Waldrand. In Quadraten zu je 20 Metern pflanzt Guba Wildbirne, Wildapfel, Schlehe, Weißdorn, Hasel und auch Hundsrose.

Das Besondere an diesen Waldrandarten ist, dass das Saatgut aus heimischen Herkünften stammt. Die Forst-saatgutberatungsstelle der Landesforsten in Oerrel bei Munster sorgt für die Beerntung heimischer Strauch- und Wildobstvorkommen, so dass nur angepasste Herkünfte in die Waldränder von Gubas Revier gepflanzt werden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.