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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ein Kraftakt geschafft – der nächste folgt

12.07.2018

Harpstedt /Delmenhorst Drei Monate war Harpstedts Bahnhof „Baustelle“. Jetzt ist der Kraftakt geschafft: Mit einem Kostenaufwand von 700 000 Euro wurden Schwellen, Schienen und Schotter-Bettungen ausgetauscht, Wege und Pflasterungen geglättet. Doch kaum haben die Mitarbeiter der Firmen Stefen (Oldenburg) und Steinbrecher (Wittmund) die Baustelle verlassen, da steht der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn GmbH (DHE) bereits die nächste Herausforderung bevor – diesmal geht es um Lichtzeichenanlagen.

„So etwas kommt vielleicht alle 50 Jahre vor“, beschrieb Wolfgang Flessing, örtlicher Betriebsleiter, die jetzt abgeschlossene Unterhaltungsmaßnahme. Seit 2016 hatte sich die DHE mit dem Vorhaben befasst, schließlich Fördermittel und die Genehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt beantragt. Worum es ging: Der Zahn der Zeit hatte am alten Oberbau geknabbert. So waren zum Beispiel hölzerne Schwellen abgängig. „Da war die Verspannung zwischen Schiene und Schwelle nicht mehr gegeben“, beschrieb Flessing.

Bereits seit Mitte 2017 war das Gleis 4 gesperrt, dort hatten sich Schienen verformt. Die DHE wich aufs Gleis 12 aus, wenn zum Beispiel Düngemittel entladen werden sollten. Doch da sei der anschließende Reinigungsaufwand höher, so der Betriebsleiter.

Von der jetzt abgeschlossenen Sanierung waren 871 Gleismeter betroffen. Beim größten Teil – 595 Meter – wurden nur Schwellen und Bettungen ausgetauscht, die Schienen aber wieder eingebaut. Beim Rest – 276 Meter – fand eine Kompletterneuerung statt. Insgesamt wurden 2000 Tonnen Schotter ausgetauscht.

Eine Herausforderung dabei: Die Baumaßnahmen sollten nicht mit dem Fahrplan der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde (DHEF) kollidieren, die ab Harpstedt die Museumseisenbahn Jan Harpstedt betreiben. Deshalb wurde das Hauptgleis gleich im April saniert, zwei Streckenabschnitte nordöstlich der DHE-Werkstatt folgten in einem dreiwöchigen Zeitfenster im Mai/Juni. „Das hat wunderbar geklappt“, sagte Flessing.

In den Kosten von 700 000 Euro waren nach Angaben des Betriebsleiters auch kleinere Maßnahmen in Heiligenrode und zwischen Stelle und Delmenhorst enthalten. 50 Prozent des Betrages trage der Bund, 40 Prozent das Land, der Rest entfalle auf die DHE.

Die jetzt geplante Erneuerung von Lichtzeichenanlagen hat ein Antragsvolumen von 440 000 Euro. Dabei geht es um Übergänge in Delmenhorst (Nordenhamer Straße, Asternstraße, Am Stadion) und Heiligenrode (Zur Malsch).

Vorgesehen ist, zur Erhöhung der Sicherheit und zur leichteren Abwicklung des Verkehrs Lichtzeichenanlagen mit Halbschranken für die Fahrbahn sowie Schranken für beidseitig verlaufende Seitenwege einzubauen. Für Fußgänger und Radfahrer sollen die Anlagen zusätzlich mit automatischen Warneinrichtungen versehen werden.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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