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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ostern soll die „Scheune“ stehen

21.04.2018

Harpstedt Die Festscheune, die nach der Umsetzung der früheren Disco Zum Sonnenstein auf dem Koems-Gelände errichtet werden soll, löst teils hohe Erwartungen aus. Das wurde am Donnerstagabend deutlich, als die Fördergemeinschaft Koems im Lämmerkoven über den geplanten Neubau informierte. Neben viel grundsätzlicher Zustimmung waren auch kritische Anmerkungen zu hören – und eine besorgte Stimme, dass sich in der Abgeschirmtheit unerwünschte Nutzungen abspielen könnten.

Die Festscheune soll für viele Zwecke nutzbar sein. Beispielhaft wurden Konzerte, Theater- oder Kleinkunstveranstaltungen, auch kleine Kunsthandwerkermärkte genannt. Andererseits: Disco-Nächte werde es hier nicht geben, betonte Hermann Dunkler-Gronwald: „Das ist kein Ersatz für den Sonnenstein.“

Fördergemeinschaft-Chef Klaus-Dieter Westphal und Architekt Hermann Dunkler-Gronwald übernahmen es, das Vorhaben vorzustellen, das nach dem Umzug der früheren Disco Zum Sonnenstein ins Museumsdorf Cloppenburg entstehen soll. Etwa 30 Interessierte kamen.

Die vorgeschichte

Was bisher passiert war, fasste Dunkler-Gronwald zusammen. Für die Nachnutzung des Sonnenstein-Geländes hatte er 2016 in Absprache mit Koems-Fördergemeinschaft, Unterer Denkmalschutzbehörde und Flecken das Konzept einer Festscheune entwickelt. Das Konzept wurde der Politik im Flecken in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt, dann überarbeitet, schließlich erneut vorgestellt. Der Architekt betonte, dass noch nicht alle Details festgezurrt seien.

Der Zeitplan

Die Umsetzung des „Steins“ soll laut Dunkler-Gronwald nach dem Bürgerschützenfest im Juni/Juli beginnen. Im Mai will er den Bauantrag für die Festscheune stellen, damit die Genehmigung im Juli vorliegt. Nach dem Abtragen des Steins gelte es zunächst, dessen Keller (der nicht mit umzieht) zu verfüllen sowie eine Sohlplatte zu gießen. Nach anschließenden Aufbau-Arbeiten im Frühjahr soll die Festscheune Ostern 2019 fertig sein.

Die Konstruktion

 Was entsteht, erinnert an eine „halbierte“ Jurte. Allerdings ist der Baukörper nicht kreisrund, sondern ein Zwölf-Eck als Leimholzbinderkonstruktion. Sieben der zwölf Felder (zur Wildeshauser Straße hin) sollen eine Außenwand haben und überdacht werden. Der Durchmesser liegt bei etwa 20 Metern, die Gebäudehöhe bei 7,60 Metern. Das in 2,70 Meter Höhe beginnende Dach werde mit Ziegeln eingedeckt, bei der Farbe denkt der Architekt an „einen gedeckten Rot-Ton“.

Die Nutzfläche der Festscheune liegt bei etwa 170 Quadratmetern. Der „Stein“, so Dunkler-Gronwald, habe eine Grundfläche von 400 Quadratmetern. Den frei werdenden Bereich gelte es zu gestalten, hier gebe es bei den Planungen noch kein Endresultat. Fest stehe: „Es wird Fläche entsiegelt.“

Die Kosten

Die Kosten des Bauvorhabens werden auf etwa 185 000 Euro geschätzt. Geschaffen werde „eine Grundausstattung, mehr nicht“, warnte Klaus-Dieter Westphal vor zu hohen Erwartungen. Die Festscheune werde Anschlüsse für Wasser und Strom erhalten, aber keine Möblierung. Und: „Wir werden keine zusätzlichen Räume schaffen.“ Wenn dies gewünscht werde, könne das nur über einen neuen Beschluss des Fleckenrates erreicht werden. Bislang seien 300 000 Euro für das gesamte Vorhaben (samt Keller-Rückbau und Außengestaltung) im Haushalt der Gemeinde vorgemerkt.

Die Reaktionen

Von Teilnehmern des Info-Abends wurden unter anderem Räume zum Umziehen angeregt – die aber laut Architekt nicht genehmigt würden. Michael Siemering, der in Koems-Nähe wohnt, kritisierte den einseitigen Schallschutz zur Wildeshauser Straße hin. Er sorgt sich, dass es in dem von Blicken abgeschirmten, überdachten Neubau zu einer „x-beliebigen Nutzung durch x-beliebige Personen“ komme – mit Krach als Folge. Dunkler-Gronwald erwartet dies nicht. Wenn es tatsächlich so weit käme, müsse gegebenenfalls über eine Möglichkeit zum Abschließen nachgedacht werden – „aber das wäre die letzte Wahl“.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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