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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Museumsbahn „jan Harpstedt“: Kaum Interesse an Zugfahrt

20.07.2020

Harpstedt Auch wenn die Museumseisenbahn „Jan Harpstedt“ wieder fahren darf: Die Corona-Krise schlägt sich auf die Fahrgastzahl nieder. Das haben die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde am Sonntag zu spüren bekommen. Nur zwei Paare, eines davon mit Kindern, hatten sich für die erste Tour anmeldet. Am Bahnsteig stand letztlich nur die vierköpfige Familie Augustin aus Lutten und wurde von genauso vielen Eisenbahnern empfangen – selbstverständlich mit Maske. Lokführer Torben Kluwe, Zugführer Andreas Schütze, Schaffner Frank Hülsmann und DHEF-Mitglied Linus Mühlhausen hatten erst gar keinen Waggon an den Triebwagen angehängt, weil es nur diese beiden Anmeldungen gab. Und spontan war niemand gekommen.

„Im Triebwagen finden 45 Personen Platz“, sagte Kluwe, „in Corona-Zeiten je nach Familienstand bis zu 25.“ Auch für die zweite Tour an diesem Nachmittag von Harpstedt nach Heiligenrode und zurück lagen nur wenige Anmeldungen vor. „Es gab weitere Anfragen, weil wir heute ja normalerweise nach Fahrplan gefahren wären“, berichtete Kluwe. Doch einige Leute wollten bis nach Delmenhorst fahren, anderen ihre Fahrräder mitnehmen, wieder andere nur mit dem Dampfzug, andere habe die Maskenpflicht im Zug abgeschreckt. „Es gibt zwar keine explizite Corona-Verordnung für eine Museumseisenbahn“, sagte Kluwe, „doch wir sind lieber vorsichtig und wollen keinesfalls zum Superspreader werden“.

Auch Wilfried und Martina Augustin wären mit ihren beiden Kinder Sofie und Hannes gern Dampfzug gefahren. „So haben wir einen Grund, noch mal wiederzukommen“, meinte der Vater. Die Maskenpflicht schrecke sie nicht ab.

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Wirtschaftlich sei solch eine Fahrt nicht, erklärte Kluwe. Als Lokführer benötige er aber 100 Fahrstunden pro Jahr, um seine Lizenz zu behalten. Deshalb sei er kürzlich schon mal auf eigene Rechnung mit dem Zug gefahren. Dass die Dampflok an diesem Sonntag nicht zum Einsatz kam, hängt mit dem Aufwand zusammen. „Der wäre viel zu groß gewesen. Dafür waren es zu wenig Fahrgäste.“

Ob am Sonntag, 2. August, die nächste reguläre Fahrt von „Jan Harpstedt“ über die Bühne geht, ist fraglich, meinte Torben Kluwe. „Mit so wenig Leuten werden wir wohl kaum noch einmal fahren.“ Das werde aber nun in den Reihen des 170 Mitglieder großen Vereins diskutiert.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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