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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Der lange Weg von grün zu bunt

11.05.2018

Harpstedt Wenn Eva Heinke vom Naturschutzbund Nabu in Harpstedt auf das Thema Insektensterben zu sprechen kommt, ist ihre Meinung klar. Insekten seien „der Dreh- und Angelpunkt“ in der Ökologie. Wenn angesichts der dramatischen Rückgänge nicht gegengesteuert werde, „kriegen wir in 20 Jahren ein ziemliches Desaster“. Auch die Nabu-Ortsgruppe Harpstedt will ihr Scherflein beitragen, dieses Desaster zu verhindern: An der Königsberger Straße möchte sie eine 6200-Quadratmeter-Fläche zum Blühen bringen.

Das Nabu-Vorhaben reiht sich in Harpstedt ein in mehrere Bemühungen unter dem Motto „Harpstedt blüht auf“. So legen das Landvolk und die Jägerschaft bereits seit etwa zehn Jahren Blühstreifen in der Feldmark an. Parallel widmet sich das Harpstedter Klimaschutz-Projekt Freiraum der Umgestaltung von kleineren privaten und öffentlichen Flächen, um Insekten neue Nahrungsquellen zu schaffen.

Die Ortsgruppe des Nabu experimentiert seit drei Jahren an einer privaten, 600 Quadratmeter großen Blühfläche nahe der Hörstube an der Burgstraße. Da habe man nach anfänglichem Enthusiasmus durchaus auch Lehrgeld bezahlt, räumt Eva Heinke ein. „Man muss ausprobieren, sehen, was geht auf welchem Boden.“

Mit den Erfahrungen auf der kleineren Fläche ging es jetzt an das große Projekt an der Königsberger Straße. Hier war die Vermittlung über Martin Maurer, Angestellter der Firma 3S Pharmacological Consultation & Research, gelaufen, der das Areal gehört.

In umfangreicher Vorarbeit hatte Nabu-Mitglied (und Landwirt) Claus Grote zunächst mit Hilfe großer Maschinen den alten Aufwuchs geschwadet, aufgesammelt und entsorgt. Anschließend wurde die Fläche gefräst.

„Da es sich um einen über 20 Jahre alten Grasbewuchs handelte, ist der Boden stark versauert und kann nicht sofort eine vielfältige Blumenwiese hervorbringen“, bremst Eva Heinke allzu hohe Erwartungen. So werden im ersten Jahr robuste Pflanzen wie Phacelia (Bienenweide), Ringelblume, Öllein und Sonnenblume eingesät, die zu einer mittelfristigen Bodenverbesserung beitragen sollen – und auch das Aufkommen neuerlichen Grasbewuchses unterdrücken, wie Anbauberater Wolfgang Jerebic ergänzt.

Das Saatgut für die Aktion wurde von der Firma Meiners in Dünsen zur Verfügung gestellt, die benötigte Technik lieh Frieder Eiskamp als Vertreter des Landvolks aus, andere Landwirte packten mit an. Die Aussaat, so sagte Wolfgang Jerebic, wurde teils maschinell, im Randbereich per Hand bewerkstelligt. Eva Heinke: „Nun hoffen alle Aktiven, dass Feuchtigkeit und milde Temperaturen das Aufkeimen der kleinen Pflänzchen begünstigen.“

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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