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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Natur: Wenn die Melde zu melden ist

15.06.2020

Harpstedt Was summt, kriecht und fliegt denn da durch das wachsende Blumenmeer? Eine der vielen Fragen, auf die die Insektenexpertin des Naturschutzbundes (Nabu) Oldenburg, Sandra Bischoff, zusammen mit Berater Wolfgang Jerebic den 20 Garten- und Naturfreunden Antworten zu geben wusste. Treffpunkt der etwa einstündigen Nabu-Exkursion in Harpstedt war am Samstag die langjährige Versuchsfläche des Hofes Eiskamp am Simmerhauser Weg. Unter der Überschrift „Insekten retten!“ war das Wissen der Fachleute gefragt.

Seit Jahren arbeiten in Harpstedt die Nabu-Ortsgruppe Harpstedt und das Landvolk zusammen. Die Exkursion war die dritte dieser Art. Die Zielrichtung ist klar: Dünger und Pflanzenschutzmittel so effizient wie möglich einzusetzen. „So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich“ ist dabei das Gebot der Handlungsweise, um eine regionale Lebensmittelproduktion und Bioenergieerzeugung wirtschaftlich und nachhaltig zu ermöglichen. Das hob Wolfgang Jerebic hervor. Es ist ein Spagat zwischen Naturschutz und Bewirtschaftung der immer knapper werdenden Ackerflächen, angesichts des hohen Landverbrauchs für Bauflächen.

„Auf dem Versuchsfeld in Harpstedt sind von Bayer, Meiners-Saaten, Agravis und Amazone Versuche in Mais, Zwischenfrüchten und Blühmischungen angelegt worden“, so Jerebic und weiter: „In über 100 Einzelparzellen werden Maissorten, Düngestrategien, aber auch Strategien zur chemischen und mechanischen Unkrautbekämpfung erforscht und geprüft.“

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Unterschiedliche Zwischenfrüchte, die auf dem Acker im Sommer nach Getreide angesät werden, würden es möglich machen, Nährstoffe über Winter zu speichern und somit vor einer Verlagerung in tiefere Bodenschichten zu bewahren. Dabei geht es um den Grundwasserschutz. Zudem würden auch Zwischenfruchtmischungen mit Gräsern, Klee und Kräutern getestet, die zusätzlich als Futter für Kühe genutzt werden können, führte der Anlageberater aus.

Auf den Parzellen mit unterschiedlichen Blühmischungen geht es darum, praxistaugliche Lösungen zu finden, die im großen Stil auf den Ackerflächen vor Ort angesät werden können, um Refugien für Wild, Vögel und Insekten herzustellen. Hier lag es vor allem an Nabu-Expertin Bischoff, anhand von eingefangenen Käfern, fliegenden Insekten bis hin zu Raupen, einen Einblick in die Vorkommen in den prachtvoll stehenden Blühflächen zu geben. Allerdings: Die Blühfläche ist nur so gut wie die Pflege. Nur einsäen und dann warten, bis es alles blüht und das in zeitlich nacheinander folgenden Phasen, ist nicht so einfach möglich.

Ein Beispiel dafür ist die Melde. „Melde die Melde“ heißt es dazu. Schnell und hochwachsend überwuchert die Ackerpflanze, die im Überfluss vorkommt, wenn sie an der Ausbreitung nicht frühzeitig gehindert wird, die keimenden Pflanzen der Blühmischungen. Aber selbst die Melde bietet Lebensraum für Raupen vieler Schmetterlinge. Verschiedene im Blühfeld gefangene Insekten, erklärte die Nabu-Expertin und gab dazu am Samstagvormittag auch viele Tipps für den eigenen Garten.

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