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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Vortrag In Harpstedt: Landwirte und Gärtner „unglaublich schwer“ zu finden

27.06.2019

Harpstedt Nach etwa drei Jahren Laufzeit, so denkt Mechthild Kokenge, sollte eine neu gegründete „Solidarische Landwirtschaft“ Rentabilität erreicht haben. Das sei bei der „Solawi“ Hollerhof noch nicht der Fall, die auch erst am 1. April 2018 in Donstorf (nahe Barnstorf) aus der Taufe gehoben wurde. Auf jeden Fall ist Kokenge überzeugt, dass die Gründung ein richtiger Schritt war. Am Dienstagabend informierte die 66-Jährige in der Harpstedter Wasserburg vor rund 20 Interessierten über „ihre“ Solawi.

Anlass für den Info-Abend war das Bestreben, auch in der Samtgemeinde Harpstedt eine Solidarische Landwirtschaft zu etablieren. Die Idee stammt aus der Harpstedter Klima AG. Allerdings sei bis dato noch kein Landwirt gefunden, der mitmachen würde, berichtete Sabina Dalg-Vinken vom Klimaschutzprojekt Freiraum.

Kern des Prinzips der Solidarischen Landwirtschaft sei der Gedanke, dass ein Landwirt mit seinen Produkten eine Gemeinschaft versorgt, die im Gegenzug alle seine Kosten trägt, fasste Kokenge zusammen. Allerdings gebe es eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Modelle.

Im Fall Hollerhof (www.solawi-hollerhof.de) war die Gründung von einem Frauenstammtisch ausgegangen. Nach einer Information über die Solawi in Bakum (Kreis Vechta) im Jahr 2017 regte eine der Frauen des Stammtisches, die gelernte Bäuerin Hildegard Stubbe (62), an, selber eine Solawi zu gründen. Eine Info-Veranstaltung, ein Probeanbau, fachliche Unterstützung durch das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und eine Vereinsgründung folgten.

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Mittlerweile, so berichtete Kokenge, gebe eine Kooperation zwischen den Eheleute Hildegard und Heinz-Ludwig Stubbe einerseits und dem etwa 75 Mitglieder zählenden Verein andererseits. Auf 3,5 Hektar würden Kartoffeln, Gemüse, Kräuter und Salat angebaut und einmal wöchentlich and die Mitglieder ausgegeben. Was die Solawi Hollerhof auch kennzeichne: Zwölf Vereinsmitglieder seien zugleich Helfer auf dem Hof – „das sind die zufriedensten Mitglieder“.

Im Gespräch mit unserer Zeitung nannte Kokenge Anforderungen an eine Solawi-Gründung und schilderte Eindrücke:

 Jede Solawi brauche möglichst zwei Gärtner oder Landwirte mit Berufserfahrung, diese müssten kommunikationsfreudig sein und gut organisieren können. Zwingend erforderlich sei Fläche („mindestens ein Hektar“) mit einem Brunnen, „nicht schlecht“ sei ein Ausgangskapital von etwa 20 000 Euro.
 Vorteile einer Solawi seien für den Konsumenten die Frische der Erzeugnisse, Transparenz der Produktion, auch die entstehenden Kontakte. Für den Landwirt bringe sie Planungssicherheit und befreie von Marktzwängen.
 Negativ: Es sei „unglaublich schwer“, in Frage kommende Landwirte oder Gärtner zu finden.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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