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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Stürmische Zeiten für die Harpstedter Windmühle

11.10.2019

Harpstedt Immer wieder wurde in die Mühle investiert, doch nun steht fest: Das „Harpstedter Wahrzeichen“ samt Nebengebäuden von Inhaber Helmut Nienaber soll zwangsversteigert werden. Auf einem Onlineportal wird sie bereits angeboten als „Haus, Wohn-/Wirtschaftsgebäude mit Mühlengebäude und weiteren Nebengebäuden“ mit einem Verkehrswert von 220 000 Euro.

Erster Termin: 28. Januar

Dieser Verkehrswert wird bei Zwangsversteigerungen durch einen vom Gericht bestellten Gutachter ermittelt. Laut Auskunft des Amtsgerichts Wildeshausen konnte der Wert nur von außen ermittelt werden, die Gebäude konnten nicht betreten werden. Das Betreten ist nur mit Einwilligung des Schuldners gestattet. Der Zustand wurde als eher baufällig beschrieben, wie das Amtsgericht Wildeshausen mitteilt.

Der erste Termin zur Zwangsversteigerung ist für den 28. Januar 2020 angesetzt. Dann müssten als geringstes Gebot 50 Prozent des Verkehrswertes geboten werden, wie eine Mitarbeiterin des Amtsgerichts erklärt. Gebote darunter würden automatisch abgelehnt. Liege ein Gebot zwischen 50 und 70 Prozent vor, sei es an dem Gläubiger, es anzunehmen oder auf Antrag abzulehnen.

Bei Ablehnung werde automatisch ein neuer Termin festgesetzt. Möglich sei aber auch, dass das Verfahren eingestellt werde, sollte sich beispielsweise vorher ein Käufer für das Gebäude finden.

Sicher ist jedenfalls auch nach einer Versteigerung: Der öffentliche Zugang zum Galerie-Holländer bleibt gewahrt. Dies teilte der stellvertretende Gemeindedirektor Jens Hüfner auf Nachfrage mit. Dieses Nutzungsrecht sei Voraussetzung für die grundlegende Sanierung der Windmühle gewesen, die unter anderem mit Mitteln des Fleckens Harpstedts durchgeführt worden war. So können in der Mühle beispielsweise Gästeführungen durchgeführt werden.

In der Vergangenheit war immer wieder viel Geld in Windmühle geflossen. Allein zwischen 2009 und 2011 wurden mehr als 600 000 Euro investiert, um das Wahrzeichen zu erhalten.

Gutachten einsehbar

2011 wurde dann der Harpstedter Mühlenverein gegründet, um dabei zu helfen, das denkmalgeschützte Gebäude zu betreuen und zu pflegen.

Bereits 2014 war ein Insolvenzverfahren gegen Helmut Nienaber eingeleitet worden. Damals hatte er sich zuversichtlich gezeigt, die Zwangsversteigerung abwenden zu können.

Das Gutachten kann im Amtsgericht Wildeshausen eingesehen werden.

Jana Budde Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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