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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wunderburger Moor: Bild von blühender Heide als Lohn für hohen Einsatz

30.08.2019

Harpstedt /Wunderburg „NSG WE 126“ – das ist das Kürzel für ein grünes Refugium nordwestlich von Harpstedt: das Naturschutzgebiet Wunderburger Moor. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz beschreibt das Areal so: „Das 34 Hektar große Schutzgebiet beherbergt eines der bestentwickelten Kleinmoore. Es ist geprägt durch ein Mosaik von offenem Wasser, Moorheiden, Röhrichten, Kleinseggen-Zwischenmooren und Birkenbruchwäldern.“ Die Moorflächen und früheren Torfstiche sind umrahmt von großen Heideflächen, bei denen die Gefahr bestand, dass sie von Birken überwuchert und vernichtet wurden.

Der hiesige SPD-Landtagsabgeordnete Axel Brammer, Kirchhatten, und Harpstedts Altbürgermeister Hermann Bokelmann haben sich in den vergangen Jahren mehrfach kritisch die Heidefläche angesehen.

Seit zehn Jahren wird die Heidefläche von der Kamerunschafherde von Gertrud und Gottfried Hennes aus Sandhatten beweidet. Der Landkreis hat gleichzeitig die Birkenkusseln entfernt. So bot sich für Brammer und Bokelmann im Sonnenschein dieser Tage „ein wunderbares Bild von blühender Heide“, sodass Brammer hocherfreut lobende Worte für Firma Hennes und den Landkreis fand: „Der Einsatz für den Naturschutz hat sich gelohnt.“

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Bokelmann, der in seinem Alter nicht mehr bis in die Heidefläche gehen konnte, legte dem Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion ans Herz: „Achte darauf, dass auch in kommenden Jahren der Landkreis die erforderlichen Pflegemaßnahmen ausführt, damit die naturnahe Moor- und Heidelandschaft mit Vorkommen zahlreicher gefährdeter Arten und Lebensgemeinschaften erhalten bleibt.“

Bokelmann hatte als Kreistagsabgeordneter im alten Landkreis Grafschaft Hoya schon vor über 50 Jahren (1967) mit beschlossen, dass das Wunderburger Moor Naturschutzgebiet wurde. Damals gehörten die Flächen einer großen Zahl Harpstedter Ackerbürger, die dort früher Torf stachen, damit sie Brennmaterial für die kalten Wintertage hatten. Später waren die Eigentümer bemüht, die Grünland-/Wiesenflächen trockenzulegen. Da die umliegenden Flächen in das Moor hinein entwässerten, veränderten sie sogar den Zulauf: Sie durchbrachen die Wasserscheide zwischen Delme und Hunte, damit das Wasser aus dem Moor über den Wohldbach zur Hunte fließen konnte.

„Einmal wurde sogar noch größerer Missbrauch betrieben“, erinnert sich Bokelmann: Als ein damaliger großer Hühner-Eierlegebetrieb nicht mehr wusste, wohin mit der vielen Gülle, „wurde sie einfach ins Moor gekarrt“. Der Alt-Bürgermeister weiter: „Pech war, dass bei einer Tour die Gülle auf der Burgstraße auslief und die Feuerwehr anschließend die Straße ,waschen’ musste – am Tag vor Pfingsten.“

Die Grafschaft Hoya begann schon mit dem Ankauf der Flächen. Diesen setzte der Landkreis Oldenburg konsequent fort. Heute ist das gesamte Naturschutzgebiet im Eigentum des Landkreises. Der Landkreis, so Bokelmann, habe den Abflussgraben aus dem Moor heraus verfüllt, sodass die Moorflächen wieder wachsen können.Telefon  

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