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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wohnbaupolitik: SPD Hatten warnt vor massiver Verdichtung auf dem Land

02.06.2021

Hatten Die Freie Hatter Liste hat sich dafür ausgesprochen, dass Grundstücke künftig besser ausgenutzt werden, damit mehr und kleinere Wohnungen entstehen. Für die SPD-Fraktion nimmt dazu Vorsitzender Uwe Hollmann folgendermaßen Stellung:

Nach der Baunutzungsverordnung gibt die GRZ (Grundflächenzahl) an, wie viel Quadratmeter Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind. Bei einer GRZ von 0,3 dürfen bei einem Grundstück von 1000 m² somit 300 m² überbaut werden. Zu dieser Grundfläche zählen das Wohngebäude, aber auch Garagen und Stellplätze mit ihren Zufahrten.

In der Gemeinde Hatten wurde in den Bebauungsplänen überwiegend eine GRZ von 0,3 beschlossen, um keine verdichtete Bebauung im ländlichen Bereich zuzulassen. In den Gebieten sollten nur zwei Wohnungen bei Einzelhäusern und eine Wohnung bei Reihenhäusern zulässig sein. In einigen zentralen Lagen, weisen die Bebauungspläne eine GRZ von 0,4 und größer aus.

„Die FHL möchte jetzt eine Abhängigkeit von GRZ und Anzahl der Wohnungen einführen. Wie eine solche Regelung aussehen könnte, kann man nur spekulieren, da ein Vorschlag nicht vorliegt“, so Hollmann. Möglich wäre z.B. bei einer GRZ 0,3 die Zulässigkeit von ein bis zwei Wohnungen, bei 0,4 von drei und vier Wohnungen und bei 0,5 oder 0,6 vielleicht fünf – oder mehr? – Wohnungen.

Für die SPD erschließt sich laut ihrem Fraktionsvorsitzenden der Sinn einer solchen pauschalierten Regelung aber nicht. Um mehr Wohnungen zu schaffen, müsste man in diesem Fall die GRZ erhöhen. Das bedeute aber gleichzeitig auch eine verdichtete Bauweise. Eine Erhöhung von 0,3 auf 0,4 bedeute, 33 Prozent mehr Fläche, die überbaut werden darf. „Was daraus entstehen kann, wurde uns z.B. in Kirchhatten („Hinter dem Holze“) gezeigt“, warnt der Ratsherr.

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Da die GRZ eine Prozentzahl ist, sei die Anzahl der Wohnungen unabhängig von der Größe des Grundstücks. Auf einem Grundstück von 1000 m² und auf einem Grundstück von 500 m² (beide GRZ=0,4) dürften jeweils vier Wohnungen entstehen. „Diese Regelung führt zu einer massiven Verdichtung, die eigentlich im ländlichen Bereich nie gewollt war“, befürchtet der Fraktionsvorsitzende.

Die SPD sieht keinen Bedarf für eine solche Änderung, sondern hält die zurzeit angewendete Verfahrensweise, die Anzahl der möglichen Wohnungen durch die textlichen Festsetzungen zu regeln, für sinnvoller. Hollmann: „Jeder Bebauungsplan ist ortsabhängig und muss mit der dort vorhandenen Struktur in Einklang gebracht werden, dass dabei Kompromisse einzugehen sind, wird jedem klar sein.“ Da die Nachfrage nach kleineren Wohnungen durchaus gesehen wird, spreche für die SPD nichts dagegen, auch Bebauungspläne zu beschließen, die diesen Forderungen nachkommen.

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