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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Billigere, aber keine Billiglösung

19.07.2019

Hatterwüsting Die Arbeiten am Kindergarten „Löwenzahn“ im Baugebiet am Mühlenweg in Streekermoor haben noch nicht einmal begonnen. Dennoch steht bereits fest, dass danach in Hatterwüsting zusätzlicher Platz für die Kinderbetreuung geschaffen wird.

Der Neubau

Der geplante Neubau bietet Platz für eine Kinderkrippe mit zwei Gruppen, also insgesamt 30 Kinder. Das Gebäude ist eingeschossig und besitzt eine Grundfläche von 556,55 Quadratmeter. Die Hauptfassadenflächen sind in einem silber-grauen Verblender geplant. Lediglich im Bereich der Außenfassade wird in Teilbereichen eine Holzfassade eingesetzt.

Die Dachflächen sollen als Gründächer ausgebildet werden und weisen im Pultdach, unter dem sich die Gruppenräume mit Spielebene befinden, eine Neigung von zwölf Grad auf. Geplant ist laut Architekt Tim Bruns eine wärmetechnische Versorgung mittels Geothermie. Eine Photovoltaikanlage ist ebenfalls vorgesehen. Zusätzlich soll beim Belüften der Krippe Energie mit einer Wärmerückgewinnung gespart werden.

Geplant sind zwei Gruppenräume, die jeweils durch einen Ruheraum, Sanitärbereich, Materialraum und Garderobe ergänzt werden. Ein zentraler Flur soll als gemeinschaftliche Kommunikationsfläche dienen, von der Küche, Wirtschaftsraum, Essensbereich und die Toiletten (einschließlich barrierefreies WC) zu erreichen sind. Ein vorgelagerter Windfang bietet ausreichend Platz für das Abstellen der Kinderwagen.

Ein Mitarbeiterraum mit anliegenden Toiletten ist ebenfalls in dem Entwurf berücksichtigt. Zudem gibt es noch weitere Nebenräume wie beispielsweise einen Hausanschlussraum, in dem die Technik für das Gebäude untergebracht ist.

Container als Behelf

Die Zahl der Kinder im Krippenalter steigt derzeit nicht, allerdings der Anteil mit Betreuungsbedarf und die Nachfrage nach Ganztagesplätzen – und zwar so sehr, dass an der Hebbelstraße Mitte August als Notlösung Container aufgestellt werden müssen.

Die Gemeinde spricht von einem „Mobilbau“ für eine Krippengruppe mit 15 Kindern, der bis zum Baubeginn der Krippe auf demselben Grundstück stehen bleibt. Die bereits vorhandene Krippengruppe zieht in den Container, eine zusätzliche Kindergartengruppe wird in den bisherigen Krippenräumen betreut. Das wird keine kurzlebige Lösung bleiben: Mit einer Fertigstellung der Krippe sei frühestens zu August 2021 zu rechnen, so die Verwaltung.

Billigere Variante

Durchgesetzt hat sich der Entwurf, der aus fachlicher Sicht die zweitbeste Wahl war. Die FDP kritisiert das. Man verzichte so auf großzügigere Räume, bessere Rückzugsmöglichkeiten für Elterngespräche der Mitarbeiter und nehme in Kauf, dass die Ruheräume der Kinder zum Spielplatz hin liegen, so Ilan Harde (FDP). Die SPD als größte Ratsfraktion sieht das anders. „Bei der heutigen Dreifach-Verglasung kann das kein Argument sein“, betont Fraktionsvorsitzender Uwe Hollmann. Die Kitabelegschaft habe signalisiert, auch mit dieser Variante gut leben zu können.

Fakt ist: Bei den Kosten gibt es einen deutlichen Unterschied – statt 1,82 sind es so „nur“ 1,43 Millionen Euro. Gewonnen hat die billigere Lösung, keine Billiglösung.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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