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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Knappe Flächen und Imageprobleme

04.10.2019

Hatterwüsting Die Landwirte aus dem Raum Sandkrug haben sich in einem Schreiben an alle Hatter Ratsmitglieder gewandt und diese eingeladen, sich auf ihren Höfen über die Arbeit und betrieblichen Abläufe zu informieren. Dabei wollen sie nach eigenen Angaben zeigen, dass „moderne Landwirtschaft sehr gut ausgebildete und hochmotivierte Landwirte stellt, die auch in der Zukunft die Umsetzung der hierzulande gewünschten sehr hohen Standards in Tierwohl und Umweltschutz gewährleisten.“

Parteien informieren sich

Die NWZ-Redaktion war dabei, als die Hatter FDP dieses Angebot wahrgenommen hat und den Hof Wübbeler am Fasanenweg 15 in Hatterwüsting besuchte. Dies werde der Anfang einer ganzen Besuchsreihe sein, die auch Lohnunternehmen umfassen werde, kündigt Fraktionssprecher Niels-Christian Heins an. Die Hatter CDU ist am kommenden Wochenende ebenfalls zu Besuch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb.

Vierte Generation

Henning Wübbeler (34) steht vor einem großen Haufen gehäckseltem Mais, den ein Lohnunternehmen just an diesem Tag auf einer Fläche des Hofes Wübbeler geerntet hat. Der junge Landwirt ist Betriebsleiter des Hofes, der seit vier Generationen in Familienbesitz ist. Seine beiden Eltern, Dörte und Heino, unterstützen ihn, wo sie nur können. „Wir wollen uns nicht verstecken“, sagt Wübbeler und beantwortet geduldig die Fragen der Besucher. Schnell wird klar: Da steht jemand, der an seinen Beruf glaubt und auf den Erfolg ehrlicher Arbeit hofft.

Etwa 80 Hektar (ha) Fläche gehören zu dem Hof, der sich auf die Zucht von Milchvieh spezialisiert hat. Das Futter für die Rinder kommt vom eigenen Grünland und Maisanbau – 30 ha Silomais, 15 ha Roggen und Triticale, dazu etwa 35 ha Dauergrünland, überwiegend liegen die Flächen in Hatterwüsting. Wegen der Flächenknappheit nutzt der Betrieb auch eine Fläche bei Bookholzberg für die Weidehaltung. 280 bis 290 Schwarz-Bunte ist der Tierbestand groß, davon sind 80 Milchkühe, 100 Mastbullen und der Rest Jungtiere.

Beim Pflanzenschutz, der Mais- und Grasernte und dem Getreidedreschen beauftragt der Hof Wübbeler Lohnbetriebe. „Die haben das Know-how und die besten Maschinen“, sagt Henning Wübbeler. So sorgt beispielsweise satellitengestützte Technik automatisch dafür, dass auf Feldern keine Bereiche doppelt gespritzt werden. 2018 musste der Hatterwüstinger Landwirt wegen der Dürre viel Futter dazukaufen. In diesem Jahr sind es „nur“ 9 ha Silomais – Marktpreis ca. 1400 Euro/ha zuzüglich Erntekosten. Das Fleisch eines Bullen bringt derzeit etwa 1200 Euro.

Schwarze Schafe

Gerade der Mais ist eine wichtige Energiequelle für das Rind, umso negativer sind die Folgen, wenn sich wegen der Trockenheit gar keine Kolben ausbilden. „Und er hat ein Imageproblem“, sagt Stefan Knipper von der Landwirtschaftskammer Oldenburg-Süd. Allein schon, weil der Mais von Juli bis September den Blick auf die freie Landschaft versperre.

Zumindest laut Knipper trifft manche Kritik gar nicht mehr zu. Es werde deutlich weniger Dünger als früher eingesetzt, sagt er. Die Landwirtschaftskammer berate die Landwirte, damit diese mit geringstem Wasser- und Pflanzenschutzmitteleinsatz die größte Trockenmasse erziele. „Schwarze Schafe gibt es natürlich immer, aber das gilt für alle Berufe.“

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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