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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Heuweg: Geplantes Baugebiet bereitet vielfache Sorgen

01.06.2018

Heide Die „Sorgen der Bürger in Heide“ liegen jetzt auf dem Tisch der Bürgermeisterin: 57 „Sorgen“ sind es genau – so viele Argumente und Fragen zum geplanten Baugebiet „südlich Heuweg“ hat der Bürgerverein Heide-Schönemoor aufgelistet und ans Rathaus geschickt. Es handelt sich um die Zusammenfassung von Wortmeldungen bei der Versammlung, die der Verein am 17. Mai organisiert hatte.

Mit dieser Auflistung solle der Verwaltung und den Gremien des Rates ein Stimmungsbild vermittelt und der Wunsch nach frühzeitiger Beteiligung der Bürger ausgedrückt werden, erklärt der Bürgervereins-Vorsitzende Hinnerk Twietmeyer. Es gehe nicht um „Stimmungsmache oder Aufruf zum zivilen Ungehorsam“, betont er, sondern um die „Sorgen und Ängste der Bürger“. Diese hätten in der Einwohnerfragestunde während der Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses am 26. April nur unzureichend artikuliert werden können und seien trotz der Zweifel einiger Politiker „einfach überstimmt“ worden, beklagt Twietmeyer. Wie groß der Widerstand vor Ort ist, so der Vorsitzende, zeige das Abstimmungsergebnis am Ende der Versammlung vom 17. Mai: 80 von 82 Anwesenden lehnten das Baugebiet ab.

Knapp einen Hektar groß

Es geht, wie mehrfach berichtet, um eine knapp einen Hektar große Fläche, die derzeit noch landwirtschaftlich genutzt wird, zwischen dem Heuweg und der vorhandenen Bebauung am Heider See. Die Gemeinde will das Areal erwerben und als Baugebiet ausweisen – mit einem gewissen Anteil an sozialem Wohnungsbau: Von zehn bis 15 Prozent bei insgesamt zehn bis 20 Wohneinheiten ist bisher die Rede.

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Anlieger und Bürger in Heide kritisieren vor allem die aus ihrer Sicht fehlende Infrastruktur für ein weiteres Baugebiet – zumal, wenn sich dort kinderreiche Familien ansiedeln. Sie befürchten überfüllte Schulbusse und fehlende Kindergartenplätze. „In der Schule sind die Klassen voll“, lautet ein weiteres Argument. In diesem Punkt indes widerspricht Schulleiterin Ulla Dunker entschieden: Es gebe ausreichend Kapazitäten an der Grundschule Heide, in früheren Jahren seien dort bereits mehr Kinder unterrichtet worden als derzeit, sagte sie schon nach dem NWZ-Bericht über die Bürgerversammlung.

Aber auch auf verkehrliche Defizite weisen die Heider hin: Der Heuweg am Ortsrand werde durch öffentliche Verkehrsmittel kaum erreicht, heißt es, und zusätzlicher Pkw-Verkehr sowie schon die Baufahrzeuge stellten eine starke Belastung für die schmale Pflasterstraße dar. Ein „Ausbau des Heuweges auf Kosten der Anlieger“ wird befürchtet.

Bäume und Wasser

Andere Bedenken bestehen hinsichtlich Naherholung und Natur: „Wir wollen die Zusicherung, dass die Bäume am Heuweg erhalten werden“, lautet eine der Forderungen in dem Schreiben an die Bürgermeisterin. Und die Besitzer der angrenzenden Grundstücke erwarten Konflikte mit den neuen Nachbarn wegen des vorhandenen Baumbestandes, der Schattenwurf und Herbstlaub mit sich bringe. Auch die weitere Versiegelung des Bodens sorgt für Unbehagen: „Wir haben jetzt schon Wasser im Keller, wenn der Randgraben voll ist.“ Dass die Häuser im neuen Baugebiet nicht zur vorhandenen Bebauung passen, ist ebenfalls eine der Sorgen.

Letztlich fordern Verein und Bürger „eine konstruktive Zusammenarbeit“ mit der Gemeinde. Solange die Bedenken nicht ausgeräumt seien, „können wir dem Baugebiet nicht zustimmen“, lautet der letzte Punkt in der Liste.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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