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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Heider Grundschüler stillen Durst künftig zuckerfrei

25.04.2019

Heide Noch beobachten Schulleiterin Ulla Dunker und ihre Kollegen, dass viele Schüler ihren Durst mit Apfelschorle und anderen süßen Getränken löschen. Doch das soll an der Grundschule Heide jetzt anders werden: Seit Mittwoch steht im Gang ein Wasserspender, an dem jederzeit gekühltes und auf Wunsch mit Kohlensäure versetztes Leitungswasser gezapft werden kann.

Spendiert haben das Gerät der Landkreis Oldenburg und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV), die schon 2016 und 2017 in einer Politphase sechs Grundschulen mit Trinkwasserspendern ausgestattet hatten. 3200 Euro pro Gerät übernimmt der Landkreis, mit je 1000 Euro unterstützt der OOWV die Anschaffung.

Mögliche Ausgaben für das Verlegen des Wasseranschlusses sowie laufende Kosten, etwa für Wartung und CO2-Flaschen, übernehme der Schulträger, also die Gemeinde Ganderkesee, wie Jörn Logemann, Projektleiter der OOWV-Tochter Niedersachsen Wasser, erklärte.

Idee soll Schule machen

Jetzt soll das Kooperationsprojekt von Kreis und Wasserverband in Serie gehen: Laut Landrat Carsten Harings werden in diesem und dem kommenden Jahr alle Grundschulen im Landkreis ausgestattet, sofern dort Interesse bestehe. Bislang war aus dem Gemeindegebiet vor der Grundschule Heide nur die Grundschule Dürerstraße zum Zuge gekommen. Weitere stehen in den Startlöchern.

Mit dem Konzept will der Kreis zum einen einen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge leisten, zum anderen aber auch zum Klimaschutz beitragen. Nicht nur werde durch das Auffüllen von wiederverwendbaren Trinkflaschen Abfall reduziert, betonte Harings, sondern auch Transportwege entfielen. Für die Grundschüler spendierte die Kreisverwaltung gleich einen Satz Trinkflaschen, die sie künftig am Automaten befüllen können.

Kein Plastikmüll mehr

Für die Grundschule Heide kam das Geschenk genau zum richtigen Zeitpunkt: „Ab heute gibt es bei uns keine gelben Papierkörbe mehr“, sagte Ulla Dunker. Plastikverpackungen, die bislang separat gesammelt worden seien, müssten jetzt mit nach Hause genommen werden. Das soll motivieren, auf wiederverwendbare Lebensmittelverpackungen umzusteigen.

Hintergrund der Kooperation zwischen OOWV und Landkreis ist aber auch der gesundheitliche Nutzen des Wassertrinkens. „Wir stellen bei unseren Reihenuntersuchungen vielfach Milchzahnkaries fest“, sagte Alexandra Demand, Jugendzahnärztin beim Landkreis Oldenburg. Dies sei auch darauf zurückzuführen, dass in vielen Fällen die Zähne ständig von zuckerhaltigen Getränken umspült würden. Es sei ein Trugschluss zu glauben, dass etwa Apfelschorle weniger schädlich sei als Limonade oder andere süße Getränke.

Der OOWV möchte zudem die Bedeutung und die hohe Qualität des Trinkwassers stärker in den Fokus rücken. „Die Trinkwasserversorgung wird allgemein als selbstverständlich angesehen“, sagte Geschäftsführer Karsten Specht, „aber tatsächlich ist sie ein hohes Gut.“

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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