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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Nebenstraße wird zur Durchfahrt

26.03.2019

Heide Ein Auto fährt vorbei, halb auf dem geschotterten Seitenstreifen der Straße. Es knirscht, Steinchen fliegen weg. „Man sieht ja, was für ein Verkehrt hier fährt“, sagte Anwohnerin Bärbel Rebell und zeigte auf die versackte Stelle, wo ihre Auffahrt den Hermann-Allmers-Weg berührt, „meine Ausfahrt wurde total plattgefahren.“

Keine offizielle Umleitung

Seit der Vollsperrung der Friedensstraße Anfang März ist die Verkehrslage am Hermann-Allmers-Weg angespannt. Zu den Stoßzeiten morgens und abends schieben sich Wagenkolonnen durch die Tempo-30-Straße, einige wohl schneller als erlaubt. „Es wird auch ganz schön gerast, 30 fahren hier nicht viele“, so Rebell. „Die bremsen nur dann, wenn jemand entgegenkommt.“ Und genau in diesen Situationen ist die Straße an vielen Stellen zu eng, Autofahrer müssen auf Seitenstreifen und Grundstücksausfahrten ausweichen, um einander zu passieren.

Das grundsätzliche Problem ist allerdings eins der Geografie. „Die offizielle Umleitung führt über die Stedinger Straße und Schönemoorer Straße – und ist auch so ausgeschildert“, kommentierte Maike Stürmer-Raudszus aus der Verwaltung der Stadt Delmenhorst. Diese V-förmige Umleitungsstrecke in Richtung Süden wird allerdings bequem von vielen weiter nördlich abgekürzt – eben über den Hermann-Allmers-Weg. „Verkehrsbehinderungen werden sich leider nicht immer vermeiden lassen“, heißt es da weiterhin. Das gilt für den gesamten Bereich rund um die Friedensstraße, die offiziell bis zum August gesperrt sein wird. Dabei wandert die Vollsperrung etappenweise Richtung Schönemoorer Straße – vom 16. April bis 15. August wird im Bereich zwischen ebendieser und der Mark-Twain-Straße gebaut. Eine Entspannung am Hermann-Allmers-Weg ist damit höchst unwahrscheinlich.

Probleme sind bekannt

Bei der Gemeinde Ganderkesee weiß man um das Problem. „Wir haben ein paar Beschwerden aufgenommen“, bestätigte Pressesprecher Hauke Gruhn. Für ein Durchfahrtsverbot gebe es aber keine gesetzliche Grundlage. „Der Zustand der Straße ist nicht zeitgemäß“, gab Gruhn zu, momentan sei aber nicht geplant, dahingehend aktiv zu werden. Der Kommunalservice Nordwest behalte den Hermann-Ehlers-Weg jedoch im Auge, auch das Statistikgerät der Gemeinde sei im Einsatz, allerdings gebe es „keine aktuellen Auswertungen“. Für Lkws gelte das Limit von 7,5 Tonnen, auch wenn sich nicht alle daran hielten. „In der Anfangszeit sind die sogar mit Maersk-Containern hier durchgefahren, aber dann hat die Polizei wohl Kontrollen gemacht“, wusste Bärbel Rebell. „Wir kennen dieses Problem“, sagte Polizeisprecher Alber Seegers von der Polizeiinspektion Delmenhorst, „die Kollegen sind dahingehend auch sensibilisiert.“ Kontrollen gebe es aber nur, wenn die allgemeine Einsatzlage es zuließe. Bei den Verkehrsverstößen im Hermann-Allmers-Weg handle es sich um vergleichsweise geringe Ordnungswidrigkeiten, die im Zweifelsfall eben hinten anstehen müssten.

Hoffen auf Bürgerwillen

Bärbel Rebell hat versucht, sich mit ihrer Auffahrt vorerst alleine zu helfen. „Ich habe sie selber dann mit Steinen aufgefüllt“, sagt sie, „aber das ist mittlerweile auch schon wieder weggeflogen.“ Ob ihr jemand den entstandenen Aufwand ersetzt, wusste sie nicht. Alleine ist sie mit ihrem Unmut nicht. „Ich hoffe, dass der Bürgerwille hier zur Geltung kommt“, gab sie sich hoffnungsvoll.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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