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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Heiß begehrter Treffpunkt fürs gesamte Dorf

19.12.2013

Hohenböken Es knistert, es raucht, es raschelt – im nächsten Türchen der NWZ -Reihe steckt viel Wärme. Und damit sind nicht nur die 350 Grad Celsius, die hinter der Ofentür des Backhauses in Hohenböken herrschen gemeint. Es ist auch die Wärme, die in der Dorfgemeinschaft entsteht, wenn in dem kleinen Häuschen in der Dorfmitte wieder Backtag angesagt ist. „Dann kommen alle zusammen“, sagt Hans-Joachim Wallenhorst, Vorsitzender des Bürgervereins Hohenböken. Jung und Alt würden mit Teig für Kuchen und Brot auf den Dorfplatz strömen und in geselliger Runde die Spezialitäten im Ofen zubereiten. „Das Backhaus ist meistens gut gefüllt“, sagt der Vorsitzende.

Gebaut wurde das Häuschen erst im Jahre 2011. „Zuerst war in den Jahren 2002 und 2003 der Dorfplatz da“, erzählt der 59-Jährige. Bereits damals habe man über ein Dorfgemeinschaftshaus nachgedacht und Mittel zur Dorferneuerung beantragt. „Wir wollten einen Ort, wo die Dorfbewohner zusammenkommen können“, sagt Wallenhorst. Früher habe man in der Landwirtschaft zusammengearbeitet, heute sei das anders. „In Hohenböken wurde früher auch zusammen gebacken.“

Auf dem Hof von Wilma Kneehans stand früher ein Ofen, in dem die Dorfbevölkerung Brot zubereitete. „Daran konnten sich die Älteren aus dem Dorf gut erinnern und baten darum, wieder so ein Backhaus einzurichten“, so Wallenhorst. Diese Idee griff der Bürgerverein auf und baute das Haus 2011. „Die Arbeitsmaterialien haben wir aus dem Etat der Dorferneuerung bekommen“, sagt Wallenhorst. „Erst haben wir auch überlegt, einen eingemauerten Backofen zu bauen, die Bedienung wäre aber zu umständlich gewesen.“ Daher habe man sich für einen Ofen entschieden, wie man ihn aus der Gastronomie kennt. Daneben war es den Hohenbökenern wichtig, in dem Haus auch eine Küche und Sitzgelegenheiten zu haben.

Alle zwei Monate wird der Ofen angefeuert. „Dann ist hier Backtag“, so der Vorsitzende. Er zündet morgens das Feuer im Ofen an, heizt ihn bis 350 Grad hoch und entfernt die Asche. Erst dann kommen die Teigstücke. „Wir backen in zwei Schichten: Erst Kuchen und Pizza, dann das Brot“, sagt er. Meistens überstehe der Kuchen den Backtag nicht: „Den essen wir schon, während wir auf das Brot warten“, so Wallenhorst. Der Ofen ist eben nicht nur zum Backen, sondern auch für ein warmes Gemeinschaftsgefühl gut.

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