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Engagement: Helfer bitten um Unterstützung

02.06.2014

Wardenburg /Mahiljou Es waren keine gute Nachrichten, die Edeltraud und Willy Kayser aus Wardenburg vor Kurzem aus Weißrussland erhielten. „Dascha lag im Krankenhaus, die Allergie ist wieder schlechter geworden, deshalb sollte sie wieder dahin. Da verbrachte sie zwei Wochen. Ihr Zustand hat sich nach dem Krankenhaus verbessert, aber nach zwei Wochen ist alles zurückgekehrt.“

Mit Dascha gemeint ist Darja Domkina, ein zwölfjähriges Mädchen aus dem weißrussischen Mahiljou, einer Stadt an der Grenze zu Russland. Auch wenn Darja rund 1800 Kilometer vom Ehepaar Kayser entfernt wohnt, ist sie für die beiden Wardenburger keine Unbekannte. Darja gehört zu den sogenannten Tschernobyl-Kindern. Kinder, die noch immer an den Langzeitfolgen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 leiden, und denen das Ehepaar Kayser und andere Wardenburger mit der „Eltern-Initiative Tschernobyl“ helfen möchte.

Sie bieten den Kindern Sommerferien fernab des strahlenverseuchten Gebietes an, um so die Gesundheit dieser Kinder zu fördern. Auch Darja war bereits im vergangenen Sommer in Wardenburg und würde gerne, nach Aussage ihrer Eltern, auch in diesem Jahr wiederkommen.

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Leider bestehen derzeit zwei Probleme, die das Zustandekommen der Reise in Gefahr bringen. Da wäre zum einen die stark angeschlagene Gesundheit der Zwölfjährigen. „Wir haben schon alle Ärzte besucht, die Allergie geht nicht vorbei, und niemand kennt die Ursache, warum sie kommt. Diese Arztbesuche haben zu nichts geführt“, schreiben Darjas Eltern verzweifelt. Das hieraus entstehende Problem: Es dürften nur Kinder reisen, die fit genug sind und während ihres Aufenthalts in Deutschland nicht erkranken, teilt das Ehepaar Kayser mit. Ob Darja bis zum Sommer gesundheitlich wieder auf die Beine kommt, muss abgewartet werden.

Schwer wiegt auch das zweite Problem: das Geld. Davon ist bei der Elterinitiative nämlich zu wenig vorhanden, beklagt Willy Kayser. So bekämen die Mitglieder nicht einmal „die Reisekosten für unsere Kinder zusammengebettelt“, schildert der Wardenburger die prekäre finanzielle Situation. Spenden aus der Wirtschaft gebe es praktisch nicht mehr, auch das allgemeine Interesse hätte sich von Tschernobyl wegverlagert. Das Problem scheint für viele Menschen gelöst, „doch wir haben noch nicht einmal die Halbwertzeit erreicht“, mahnt Kayser. Aus diesem Grund sucht die Initiative dringend weiter nach Spendern oder Familien, die ein Kind aus Weißrussland für die Ferien aufnehmen möchten.

Wer mehr über die Initiative erfahren möchte, kann das Ehepaar Kayser unter Telefon  0 44 07/14 68 oder per Mail unter kayser-willy@online.de erreichen.

Martin Thaler Volontär / NWZ-Redaktion
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