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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Herr der Herrenhäuser Gärten

30.05.2013

Wardenburg 70 000 Sommerblumen, 120  000 Stiefmütterchen und andere Frühlingsblüher, 15 Kilometer Buxbaumhecke – Zahlen die einen einfachen Gärtner in der Regel ins Schwitzen bringt. Ronald Clark erzählt sie allerdings ganz locker weg. Der ehemaliger Wardenburger ist aber auch kein einfacher Gärtner, sondern Direktor der Herrenhäuser Gärten in Hannover. Allein der sogenannte Große Garten umfasst mehr als 50 Hektar Grünfläche. Dazu kommen noch der Berggarten und der Georgengarten. Über seine Tätigkeit als Direktor dieser Institution erzählte der 57-Jährige am Dienstagabend bei einem Vortrag der Reihe „Wardenburger Persönlichkeiten berichten“ im Pflanzencenter Warnken.

Seine Leidenschaft für die Natur hat der ehemalige Wardenburger schon früh entdeckt. „Ich komme aus der Landwirtschaft. Der Hof meiner Eltern war im Marschweg“, erzählt Clark. Doch ein Leben als Landwirt konnte sich der junge Mann Mitte der 70er-Jahre nicht so Recht vorstellen. „Ich wollte zwar in der Natur arbeiten, aber nicht morgens um 7 Uhr die Kühe füttern müssen“, erzählt der heutige Hannoveraner lachend. So ging er nach seinem Abitur nach Hannover und studierte dort zunächst Gartenbau. Nach dem Abschluss in diesem Fach setzte er noch ein Studium der Landschaftspflege drauf, und begann 1987 als stellvertretender Abteilungsleiter im Grünflächenamt der Stadt Hannover an. „Ich habe somit auch den Verwaltungsteil von der Pike an gelernt“, sagt Clark.

Er arbeitete sich weiter hoch, so dass er bald Leiter des Amtes für Grünflächen in Hannover war. „Ich war für alles zuständig, nur nicht für die Gärten.“ Für 1200 Mitarbeiter in Grünanlagenpflege und Naturschutz war er damals zuständig. 2005 wechselte er dann aber in die Direktion der Herrenhäuser Gärten. Dort kümmert er sich neben den normalen Verwaltungsaufgaben auch um die Vermarktung des Gartens. „Es ist toll, sich Gedanken darum zu machen, wie die Gärten noch bekannter werden können“, schwärmt Clark.

Dass die Gärten nicht nur ein Job für ihn sind, merken auch die Zuhörer seines Vortrags. Zunächst erzählt Clark über die Entstehung der berühmten Gärten, und dokumentiert sie mit einigen Kupferstichabbildungen. Dann nimmt er sein Publikum mit auf einen Spaziergang durch die drei Gartenanlagen, und er gibt Einblick in die verschiedenen Veranstaltungen die über das Jahr auf dem Gelände stattfinden.

Nach Wardenburg zurück zieht Ronald Clark eigentlich nur noch seine Familie. Denn sein Bruder lebt noch in der Gemeinde. Das Landleben vermisst er auch nicht mehr. „Ich bin ein absoluter Städter geworden“, sagt er, und wirft einen Blick in die grünen Wardenburger Weiten – auch mit einigen tausend Pflanzen.

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