• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Hier ist Rumspinnen erlaubt

06.06.2017

Wildeshausen An dem einen Stand sind Schuhe von Hand erstellt worden, am anderen Mützen und Schals. Selbst gemachte Seifen wurden angeboten, eigens hergestellter Schmuck, selbst gemachter Honig durfte nicht fehlen – der Kunst- und Handwerkermarkt der Gilde am Pfingstsonntag und -montag zog mit einer bunten Mischung an Ausstellern die Besucher in die Wildeshauser Innenstadt.

Die jungen Besucher kamen beim Ponyreiten und dem historischen Holzkarussell am Pfingstmontag auf ihre Kosten.

Einer der Aussteller war Kunstschmied Harald Geiger. Er schmiedete unter anderem Kerzenständer. „Mit jedem ,Pling’ bleiben die Leute stehen“, erzählte er, während er mit einem Hammer das heiße Eisen bearbeitete. „Wildeshausen zählt immer zum großen Jahresprogramm.“ Hier seien stets viele Zuschauer, der Markt stoße auf große Resonanz. Die Besucher seien interessiert. Ein Großteil der Handwerker gehört dem Verein „Oll’n Handwerkers“ aus Woprhusen und Umgebung (Gemeinde Lilienthal) an.

Zufrieden war auch Lena Schulz von der Ollnborger Spinnkoppel. Sie zeigte den Besuchern am Spinnrad ihr Können. „Viele Ältere kennen das noch von ihren Großeltern“, erzählte sie. Viele Besucher wären stehen geblieben, um Näheres über das Handwerk zu erfahren. „Es kommen auch detaillierte Fragen.“ Beispielsweise, wo heutzutage noch gesponnen wird, welche Wolle gerade verarbeitet wird und wo diese herkommt. Einige selbst gesponnene und geklöppelte Kleidungsstücke boten sie und ihre Kolleginnen von der Spinnkoppel zum Verkauf an. Wie lang man beispielsweise an einer Weste arbeitet? Je nachdem, wie sie Zeit dafür finde. „Zwischen zwei Wochen und drei Jahre“ könne da ein Stück schon mal in Anspruch nehmen ergänzte sie mit einem Lächeln.

Ein paar Meter weiter hatte Gabi Müller ihren Stand. Sie töpfert und stellt ihre Werke bei Märkten aus. „Die Resonanz ist gut“, sagte sie am ersten Verkaufstag des Kunst- und Handwerkermarkts. Mit den Verkäufen sei sie zufrieden. Dass das Handwerk Töpfern nicht leicht zu erlernen ist, erklärte sie anhand eines selbst hergestellten Windspiels. „Die Dreherei muss gelernt sein.“ Das nehme mehrere Jahre in Anspruch. „Dann müssen noch die Kanten gesäubert werden.“ Das nehme auch viel Zeit in Anspruch.

Mit Ruhe und Zeit wurden auch die Regenbogenforellen geräuchert, die Ahmed Ouri den Besuchern anbot. „Es macht hier immer viel Spaß“, sagte er. Er und Karl-Heinz Ebel reisten aus Lilienthal an. „Es könnten hier noch mehr Handwerker sein“, fand Ebel.

Den jüngsten Besuchern wurde ein buntes Spieleprogramm mit Hüpfburg vorm Stadthaus und historischem Karussell geboten. Für musikalische Einlagen sorgten mehrere Drehorgelspieler. Und wenn die nicht gerade an der Kurbel drehten, zogen das Musikkorps oder das Blasorchester durch die Straße.


Mehr Fotos und ein Video sehen Sie unter   www.nwzonline.de/gildefest-wildeshausen 
Video

Verena Sieling
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2708

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.