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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Gewerbe- und Industriegebiet: Bunter Protest für Baumschutz

24.09.2018

Hockensberg Einen bunten Protest hat es am Sonntag an der Iserloyer Straße in Hockensberg gegeben. Etwa 50 Mitglieder des Heimatvereins, des Naturschutzbundes (Nabu) Dötlingen-Wildeshausen sowie Anlieger und weitere Bürger sprachen sich für den Erhalt der 29 rund 80 Jahre alten Rotbuchen am Straßenrand aus und gegen die Pläne für das angrenzende interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet. Der Baumreihe droht nämlich die Axt; denn die Iserloyer Straße (Kreisstraße 237) soll im Zuge der Planungen ausgebaut werden.

Schals schützen Bäume

Um den Protest sichtbar zu machen, hatten 25 Frauen der Wildeshauser Handarbeitsgruppe „Strickliesel“ bunte Schals mit Händen dran gestrickt. Sie wurden um die Rotbuchen gelegt, um sie symbolisch zu schützen. Zudem wurden Schilder aufgestellt, auf denen geschrieben steht: „Unser Dorf Hockensberg kämpft“ und „Keine Industrie in Hockensberg, sondern Landwirtschaft“.

„Laut Gutachten sind die Bäume erhaltungswürdig, wenn sie nicht weiter belastet werden“, erklärte Marianne Steinkamp (Nabu), eine der Initiatorinnen der Aktion. „Die Bäume haben das Potenzial, diversen Höhlenbewohnern Lebensräume zu bieten, also Habitatbäume zu sein.“ Die Bäume zu fällen sei ein massiver Eingriff in die Natur.

Nach Ansicht des Heimatvereins Hockensberg stellt die Buchenreihe außerdem ein herausragendes landschaftsprägendes Element dar. Deshalb hat er beim Landkreis beantragt, die Baumreihe als Naturdenkmal auszuweisen.

Nabu und Heimatverein plädierten am Sonntag dafür, die Iserloyer Straße ab der Straße Brakland über den Acker zu verschwenken, damit sie an der Bundesstraße 213 mit der Simmerhauser Straße eine Kreuzung bilden kann. So könne die jetzige Iserloyer Straße ein reiner Fuß- und Radweg und die Rotbuchen erhalten werden.

Gegen die Planungen eines Gewerbe- und Industriegebietes wurden laut Nabu mindestens 30 Einwendungen eingebracht. Nabu und Heimatverein halten das Gebiet zwischen der Iserloyer Straße, B 213 und der Straße Brakland nahe des Altonaer Mühlbaches für einen sensiblen Standort.

Keine Übereinstimmung

Nach Darstellung des Nabu wird der Entwurf zum Bebauungsplan „Gewerbegebiet Hockensberg“ den Belangen von Natur und Landschaft nicht gerecht. Unter anderem stimme der B-Plan nicht mit dem Untersuchungsbereich des faunistischen Gutachtens überein. Und: Gehe das Gutachten noch von einem Erhalt der Buchen aus, sehe der B-Plan-Entwurf die Rodung vor.

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„Das Gewerbegebiet ist wegen der öffentlichen Förderung interkommunal, den Schaden aber haben wir Hockensberger“, sagte der Vorsitzende des Heimatvereins, Marcus Martens. Je mehr er sich mit den Planungen beschäftige, desto deutlicher werde ihm, dass ein Gewerbe- und Industriegebiet an dem Standort keinen Sinn ergebe. „Wir schrecken auch vor einer Klage nicht zurück“, kündigte er an. Besser wäre eine Fläche auf der anderen Seite der B 213 in Simmerhausen, wo es bereits ein Gewerbegebiet gebe und damit eine gewisse Infrastruktur vorhanden sei.

Der Umwelt- und Energieausschuss des Dötlinger Gemeinderates hatte sich Anfang Juni hinsichtlich der Allee darauf verständigt abzuwarten, bis die Bauleitplanung für das Gewerbe- und Industriegebiet vorliegt.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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