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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ökologie in Hockensberg einbringen

18.04.2018

Hockensberg Große Runde am späten Montagnachmittag auf der Straße Brakland in Hockensberg: Anlieger, Vertreter des Heimatvereins Hockensberg und des Naturschutzbundes (Nabu) sowie die Grünen aus Dötlingen, Wildeshausen und Harpstedt haben sich zum Ortstermin getroffen.

Zum einen ging es um die Besichtigung der Fläche des geplanten interkommunalen Gewerbegebietes in Hockensberg, zum anderen im Anschluss um die Erarbeitung eines Anforderungskataloges zur Gestaltung des Gebietes mit Anliegern und Umweltexperten im Dötlinger Hof.

Eingangs schilderte Ratsfrau Gabriele Roggenthien die Beschlusslage nach der Sitzung des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses. Demnach ist das Verfahren für den Bebauungsplan eingeleitet worden. „Nun geht es darum, wenn hier tatsächlich ein Gewerbegebiet gebaut wird, die Auswirkungen auf Natur und Anwohner so gering wie möglich zu halten.“

Was passiert zum Beispiel mit der alten Baumallee an der Kreisstraße von Hockensberg zur B 213 oder wie können die alten Bäume an der Nassfläche mit Weiden mitten im Planungsgebiet für die Zukunft gesichert werden? Wie Roggenthien ausführte, habe Bauamtsleiter Uwe Kläner im Fachausschuss dargestellt, dass die alten Buchen an der Allee abgängig seien.

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Marcus Martens, hob hervor, dass es wichtig sei, bestimmte Abstände einzuhalten, aber auch Bauhöhen. „Eine mögliche Gebäudehöhe von 30 Metern ist inakzeptabel. Das gibt es in der ganzen Gemeinde nicht.“

Zur Sprache kam auch, was passiere, wenn die Grundstücke durch die Gemeinde verkauft worden sind. Dabei entscheide der Rat bei der Auswahl beim Erstverkauf. Nicht mehr aber, wenn die Grundstücke dann weiter veräußert würden. Der Vorsitzende der Grünen-Kreistagsfraktion, Eduard Hüsers, forderte Rechtssicherheit in dieser Frage. Auf die Wirtschaftsförderung des Landkreises solle Einfluss genommen werden im Hinblick auf Ansiedlung des Gewerbes. Nicht annehmbar seien Abfallverwertung oder ein Schlachthof. „Hier ist die Gemeinde gefordert, das rechtssicher zu regeln“, hob Eduard Hüsers hervor.

Roggenthien ergänzte: „Auch wenn vom Planungsbüro dargestellt wurde, dass die Gemeinde keinen Einfluss auf diese Faktoren nehmen könne, besteht die Möglichkeit der Regelung durch Vorgaben in Sachen Ansiedlung von Gewerbebetrieben.“

Marianne Steinkamp, Sprecherin der Nabu-Ortsgruppe Wildeshausen-Dötlingen: „Wir haben die Hoffnung, in diesem Prozess mit eingebunden zu werden. Naturschutz ist auch in einem Gewerbegebiet machbar. Dafür gibt es auch Beispiele.“

Nach dem Ortstermin trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Dötlinger Hof wieder. Hier hielt Veronika Wolf (zero-emission GmbH) ein Einführungsreferat. Vorgestellt wurden Konzepte der nachhaltigen, klimaneutralen und im Bürgerbeteiligungsverfahren entwickelten Gewerbegebiete. Auch im Fall Hockensberg stellt sich die Frage, wie der Landkreis mit seinem Klimaschutzkonzept die Gemeinden Dötlingen, Harpstedt und die Stadt Wildeshausen unterstützen kann. „Alle reden davon – wir wollen umsetzen und handeln!“, so Hüsers.

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