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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Landschaft: Buchenallee soll erhalten werden

05.12.2018

Hockensberg /Wildeshausen Die Buchenallee an der Iserloyer Straße in Hockensberg wird nicht als Naturdenkmal ausgewiesen. Davon hat der Umwelt- und Abfallwirtschaftsausschuss des Kreistages Abstand genommen. Gleichwohl werden die 60 bis 90 Jahre alten Buchen als erhaltenswert erachtet. Deshalb sollen die Kreisverwaltung und die Gemeinde Dötlingen eine Lösung suchen, die Allee langfristig zu erhalten. Dafür hat der Ausschuss am Dienstag einstimmig votiert. Der Heimatverein Hockensberg hatte beantragt, die Allee als Naturdenkmal auszuweisen, um sie vor der Axt zu schützen.

Hintergrund der Diskussion ist einerseits der Plan, im Dreieck Iserloyer Straße, der Straße Brakland und der Bundesstraße 213 ein interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet zu realisieren, andererseits die Iserloyer Straße (Kreisstraße) zwischen „Brakland“ und B 213 auszubauen und einen Radweg anzulegen. In diesem Abschnitt befindet sich die Buchenallee.

Der Ausschuss und Vertreter der Kreisverwaltung schauten sich am Dienstagnachmittag zunächst die Buchenallee in Hockensberg an. Dabei waren auch Vertreter der Gemeinde Dötlingen, des Naturschutzbundes, des Heimatvereins Hockensberg und Anlieger. Landkreis-Dezernentin Eva-Maria Langfermann stellte klar, dass es im Ausschuss nicht um das Industrie- und Gewerbegebiet geht, sondern ausschließlich darum, ob die Allee als Naturdenkmal ausgewiesen wird. Doch das sahen nicht nur viele Ausschussmitglieder anders. Das eine hänge untrennbar mit dem anderen zusammen. Dieter Hahn (Kreisverwaltung) stellte klar, dass beim Ausbau der Iserloyer Straße mit Fahrbahnverbreiterung und Radweg eine Baureihe weg müsse.

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Nach Darstellung von Langfermann sei die Buchenallee zwar landschaftsprägend, aber ihr fehle das letzte I-Tüpfelchen, um sie als Naturdenkmal auszuweisen. Es gebe bereits geschädigte Bäume. Laut Gutachten wird der Zustand der Bäume zwischen befriedigend und gut eingeschätzt.

Die Planungshoheit für das Industrie- und Gewerbegebiet liegt bei der Gemeinde Dötlingen. Bauamtsleiter Uwe Kläner erinnerte an den Beschluss des Gemeinderates, die Allee möglichst zu erhalten. Die Verwaltung habe verschiedene Varianten, die Straße anders zu führen, durchgespielt. Die Ergebnisse sollen demnächst vorgestellt werden. Unterm Strich sieht Kläner aber keine wirtschaftliche Alternative als den vom Kreis geplanten Ausbau der Iserloyer Straße. Eine auch von den Allee-Schützern ins Spiel gebrachte Variante wäre, die Iserloyer Straße über den Acker zu führen und in Höhe der Simmerhauser Straße auf der B 213 münden zu lassen.

Naturdenkmäler im Landkreis Oldenburg

350 Naturdenkmäler gibt es im Landkreis Oldenburg. Das sind zehn Prozent aller Naturdenkmale in Niedersachsen (3511). Die Naturdenkmäler teilen sich auf in Einzelschöpfungen (überwiegend Baumdenkmäler) und flächenhafte Naturdenkmäler. Die Liste beinhaltet allein 123 Baumdenkmäler, bestehend aus neun Alleen, zwölf Baumreihen und zahlreichen Einzelbäumen, insgesamt etwa 1100 Bäumen (zum Beispiel die Buchenallee in Großenkneten, die Eichenallee in Dingstede, die Lindenallee in Havekost, Grotelüschens Rotbuche oder die Dorfeiche in Dötlingen). Diese werden nach Darstellung der Kreisverwaltung schon aufgrund der Verkehrssicherungspflicht intensiv und dauerhaft begleitet. Durch diese intensive Betreuung sind wenige Naturdenkmalsbäume abgängig.

Das Verzeichnis beinhaltet auch etwa 220 flächenhafte Naturdenkmäler mit einer Größe von wenigen Quadratmetern bis zu fünf Hektar (zum Beispiel das Schwarze Moor in Westerburg, der Hoop in Oberlethe und zahlreiche Schlatts, zum Beispiel das Schlatt in der Klein Henstedter Heide oder die Schlatts bei Nuttel).

Für die Pflege der Naturdenkmäler veranschlagt die Kreisverwaltung, abhängig von den geplanten Maßnahmen, jährlich Gelder im Haushalt. Für 2019 wurden seitens des Fachamtes etwa 60 000 Euro veranschlagt.

Mit Hilfe von Studierenden im Praktikum ist es der Kreisverwaltung nach eigenen Angaben gelungen, mit den vorhandenen Ressourcen ein Monitoring der flächenhaften Naturdenkmäler im gesamten Landkreis sukzessive aufzubauen.

Darüber hinaus sind mehrere Naturschutzvereinigungen in den flächenhaften Naturdenkmälern tätig (Jägerschaft, Fischereivereine, BSH und Ortsgruppen des Nabu). Teilweise unterstützen auch Orts- und Heimatvereine, Einzelpersonen sowie das waldpädagogische Zentrum mit Arbeitseinsätzen die Pflege von Naturdenkmälern. Die Kreisverwaltung stehe dem ehrenamtlichen Engagement offen und positiv gegenüber.

Gleichwohl sei der Kreisverwaltung bewusst, dass sich nicht alle flächenhaften Naturdenkmäler in einem zufriedenstellenden Zustand befinden. Deshalb soll die Ressourcenfrage zur Pflege und Entwicklung von Naturdenkmälern in der Kreisverwaltung geklärt werden.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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