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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Höhenflug mit Avatar und Airbus

22.12.2010

HUDE Den Nippel durch die Lasche ziehen – manche Handbücher klingen wie Anleitungs-Satiren. Wer einen Schrank oder einen Schreibtisch montieren möchte, kämpft oft mit kleinen, undeutlichen Illustrationen, wälzt komplizierte Beschreibungen und vergleicht unzählige unterschiedliche Schraubenlängen. Künftig genügen das Drücken von ein paar Tasten am Handy oder iPhone, um sich die Anbauanleitung als Video anzuschauen. „Das ist die Zukunft“, nickt Ronny Tabel. Der 29-Jährige testet bei der Firma „apertopro“ in Hude Software für die Datenerfassung und Echtzeit-Visualisierung. Auch Landschaften, Häuser, Inneneinrichtungen, Messestände und sonstige Produkte kann er an seinem Computer in 3-D-Animationsfilmen realitätsgetreu darstellen.

„apertopro“ nutzt die Avatar-Software – was sich hinter dem Begriff „Avatar“ verbirgt, ist seit dem Kino-Kassenschlager längst nicht mehr nur Computergrafik-Experten bekannt. „Wir wollen allerdings keine Filme produzieren, sondern helfen, Informationen verständlich darzustellen und Entscheidungen zu erleichtern“, betont „apertropro“-Mitarbeiter Dennis Oppermann (30).

„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, lautet das Credo von Firmengründer Jens Behrens. Mit dieser Philosophie hat er bereits vor zwölf Jahren bei Airbus Fuß gefasst. Um sich sein Lehramtsstudium (Physik und Chemie) zu finanzieren, heuerte Behrens, der gebürtig aus Lemwerder stammt, beim Flugzeughersteller an. Er spezialisierte sich auf die Erstellung von technischen Dokumentationen und Wartungshandbüchern und legte damit den Grundstein für seine eigene Firma, die er am 14. Februar dieses Jahres aus der Taufe gehoben hat. Airbus ist der 44-Jährige treu geblieben: Sechs seiner insgesamt 14 Mitarbeiter arbeiten direkt in Bremen auf dem Airbus-Gelände. Die Firma kümmert sich um die Auswertung und Analyse von Systemen im Zusammenhang mit Kosten, Wartbarkeit und Zuverlässigkeit der Maschinen. „Wie können wir Systeme so einbauen, dass sie wartbar sind, ohne viel Zeit zu verlieren“, nennt Jens Behrens eine der Anforderungen, die er im Dialog mit den Konstrukteuren schon in einer frühen Phase der Flugzeugentwicklung einbringt. „Am Ende hilft das, den Flugpreis zu reduzieren“, ist Behrens überzeugt. Auch in der Ausbildung von Fachkräften, die den Umgang mit Sicherheitssystemen beherrschen müssen, ist „apertopro“ aktiv.

„apertopro“ bedeutet übrigens übersetzt so viel wie „offen für neue Wege sein“. Ausgesprochen aufgeschlossen steht Jens Behrens Hude gegenüber. Im Klosterort an der Parkstraße 33 hat er mit seinem Unternehmen im Obergeschoss der Buchhandlung „Lesen und mehr“ seit November eine Bürogemeinschaft mit der Firma „Media 73“ von Stefan Klattenhoff und dem Büroservice von dessen Frau Martina bezogen. „Wir ergänzen uns prima und können gegenseitig voneinander profitieren“, sagt Behrens.

An Hude schätzt der 44-jährige Oldenburger die „schöne Atmosphäre“. Allerdings ist auch ihm das Streitthema Nummer eins, der Tunnel an der K 226, nicht verborgen geblieben. „Da würden wir gerne einmal mit unserer Technik die Dimensionen des Bauprojekts anhand der tatsächlichen Geometrie-Verhältnisse anschaulich machen“, hat sich Jens Behrens vorgenommen.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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