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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wirtschaft: Holländer züchten Pilze aus Korea in Neerstedt

18.01.2014

Neerstedt Das Fundament war gerade gegossen. Zufrieden blickten Bert van Avezaath und Tochter Sandra auf den Fortschritt der Bauarbeiten. Im Gewerbegebiet in Neerstedt wollen Vater und Tochter ab Juli eine Pilzzuchtfarm betreiben.

Auf einer Hallengrundfläche von 500 Quadratmetern werden ab Sommer edle exotische Speisepilze von Bernt van Avezaath unter dem Dach angebaut. „Die Nachfrage nach neuen Speisepilzen ist steigend“, bemerkte der gebürtige Niederländer, der seit 1987 in Deutschland lebt und 35 Jahre lang in der Champion-Pilzzucht an verschiedenen Arbeitsplätzen tätig war. Zuletzt arbeitete er als Mitgesellschafter in der Championzucht der Weiße-Köpfe-Gruppe im Emstek. Nun will der Wahl-Wildeshauser, er wohnt mit seiner Familie seit 1993 in der Kreisstadt, mit exotischen Pilzen einen neuen Markt erobern.

In dem Hallenneubau, in dem auch Büroräume zu finden sind, werden zwei Pilzsorten in 15 jeweils voll klimatisierten Einzelkammern bei zehn bis 15 Grad Celsius gezogen. „Die verschiedenen Räume sind notwendig, um immer eine genügende Anzahl reifer Pilze anbieten zu können“, erklärt van Avezaath.

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Gezogen wird der Kräuter-Seitling. Ein Pilz, der aus Korea stammt. Er werde zunehmend als Marktpilz angeboten und habe einen an Knoblauch erinnernden Geschmack, wie Sandra van Avezaath beschrieb.

Sie hat eine Ausbildung zur Kauffrau für Groß- und Einzelhandel absolviert und leitete in der Weiße-Köpfe-Gruppe als Produktionsleiterin eine Pilzfarm. Zusammen mit ihrem Vater und Verstärkung durch drei bis vier Mitarbeiter wird sie die Indoor-Pilzzucht führen.

Neben dem Kräuter-Seitling wird ein weiterer asiatischer Pilz, der Shiitake, gezüchtet. Er stammt aus der Familie der Schwindlingsverwandten. Der Pilz besitzt einen hell- bis dunkelbraunen Hut und wächst auf Laubbäumen. In China und Japan wird er schon seit langem angebaut. Im frischen Zustand verströmt er einen feinen pilzigen Geruch. „Beide Sorten haben den Vorteil, dass sie zehn bis 14 Tage haltbar sind“, so der Pilzzüchter.

Angeliefert werden geimpfte Substrate auf Sägemehlbasis. „In einer Anliegerversammlung hatten wir schon darüber berichtet, dass die Pilzzucht nahezu geruchlos ist. Auch das Substrat ist nach der Ernte nahezu trocken und kann so von einer beauftragten Firma abgeholt werden“, sagte der Pilzzüchter. Anwohner fürchteten zunächst Geruchsbelästigung und anderes. Die Zweifel konnten mit der Versammlung aber zerstreut werden.

Wer sein Essen mit Kräuter-Seitlingen oder Shiitake verfeinern will, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Ganz billig sind die neuen Speisepilze auf dem Markt nämlich nicht. Pro Kilogramm müssen schon einmal um die 15 Euro berappt werden.

Die Vermarktung der in Neerstedt gezüchteten Pilze erfolgt über bereits bestehende Organisationswege, die van Avezaath noch aus seiner Arbeit in der Championzucht kennt.

Nun hoffen die van Avezaaths auf weiterhin gutes Bauwetter, damit im Juli die ersten Zuchtsubstrate geliefert werden können. Bis aber die ersten Pilze die Indoor-Zucht verlassen werden wohl noch rund 20 Wochen vergehen.

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