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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Checker sparen tonnenweise

29.09.2018

Hollen /Landkreis Kürzer duschen, richtig lüften, energiesparende Lampen nutzen: 2200 Tonnen CO2 hat das Regionale Umweltbildungszentrum Hollen (RUZ) in den vergangenen viereinhalb Jahren mit dem Projekt „Stromspar-Check“ im Landkreis Oldenburg und der Stadt Delmenhorst eingespart. Das Ergebnis übergaben Projektleiter Ulf Moritz und RUZ-Leiterin Marina Becker-­Kückens am Freitag an Landrat Carsten Harings – aber natürlich nur symbolisch in Form eines Schecks.

Für Haushalte mit geringem Einkommen

Wer den Check in Anspruch nimmt, erhält nicht nur Tipps zum Energiesparen, sondern bekommt auch Energiesparartikel im Wert von bis zu 70 Euro geschenkt.

Anmelden können sich Interessierte bei Koordinator Ulf Moritz im RUZ Hollen unter Telefon  04223/93 20 53.

Mehr Infos unter Stromspar-check.de

Seit zehn Jahren gibt es das bundesweite Projekt, das weitgehend vom Bundesumweltministerium finanziert wird. Grund für das Stromspar-Team in Hollen, Bilanz zu ziehen: Das RUZ ist seit 2014 dabei und hat bisher 1040 Haushalte beraten, 623 im Landkreis Oldenburg und 417 in Delmenhorst. Dadurch konnten 2 166 797 kWh Strom eingespart werden, das bedeutet für die Haushalte eine Einsparung von 588 000 Euro. Jeder Haushalt hatte durchschnittlich 133 Euro mehr pro Jahr zur Verfügung.

Und das ist für die Zielgruppe eine Menge Geld, sagt Ulf Moritz. Denn das Projekt richtet sich an einkommensschwache Haushalte. Die können sich beim RUZ melden. Dann kommen Stromsparhelfer vorbei, nehmen sämtliche Strom- und Wasserverbräuche auf und analysieren das Nutzerverhalten. Bei einem zweiten Besuch bauen sie sinnvolle Energie- und Wassersparartikel ein und geben konkrete Tipps. Jeder Haushalt bekommt Sparartikel im Wert von bis zu 70 Euro.

Das Bundesministerium hat allein im Einzugsgebiet des RUZ rund 16 000 Soforthilfen, wie wassersparende Duschköpfe, im Wert von 64 000 Euro finanziert. Die Stromsparhelfer kennen die Alltagsprobleme einkommensschwacher Haushalte, denn sie waren vorher selbst arbeitslos. Ulf Moritz und Siecke Martin vom BUND schulen Langzeitarbeitslose, die dann als Ein-Euro-Jobber arbeiten.

Zusätzlich können Interessierte auch ihren alten Kühlschrank tauschen. Das spart laut Moritz zusätzlich rund 100 Euro pro Jahr. Für das neue Gerät gibt es vom Bund einen Zuschuss von 150 Euro sowie weitere 50 Euro vom Landkreis. Landrat Carsten Harings sicherte am Freitagnachmittag zu, prüfen zu wollen, ob der Zuschuss des Landkreises auf 100 Euro erhöht werden kann. Denn für viele sei ein neuer Kühlschrank zu teuer, so Ulf Moritz. Nur 17 Prozent hätten den entsprechenden Gutschein eingelöst, in Delmenhorst sogar nur 10 Prozent.

Sonja Klanke
Redakteurin, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2742

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