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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Eltern treiben Klimaschutz voran

14.03.2019

Hollen /Landkreis Zumeist sind es Schulkinder, die im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Hollen für nachhaltiges Handeln sensibilisiert werden –mehr als 700 Klassen jährlich. Jüngere Kinder, und indirekt auch ihre Eltern, wurden bislang vor allem über Schulungen für das Personal von Kindertagesstätten erreicht. Das Projekt „NaKita“ (Nachbarschaftszentrum Kita) kehrt den gewohnten Ansatz um: „Eltern machen Klimaschutz“ lautet dessen Motto.

Erklärtes Ziel des auf zwei Jahre angelegten Konzepts ist es, den Klimaschutz-Gedanken in den beteiligten Einrichtungen fest zu installieren – ohne dadurch die Mitarbeiter zusätzlich zu belasten. Eltern und die Leitungen aus sieben Kindergärten – fünf aus der Gemeinde Ganderkesee, eine aus Brettorf und eine aus Hude – haben mit Mitarbeitern des RUZ bei mehreren Treffen eigene Klimaschutzkonzepte entwickelt.

Jeweils 500 Euro erhalten die Einrichtungen für die Umsetzung. Mit insgesamt 116 000 Euro fördert das Bundesumweltministerium „NaKita“. Damit sind laut Projektleiterin Katja Wessolowski 93 Prozent der tatsächlichen Kosten gedeckt. Gut 8000 Euro betrage der Eigenanteil des RUZ.

Fachliche Impulse

Über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren wurden die Projekte in den Einrichtungen vorbereitet. Dazu gehörte auch eine Menge fachlicher Input zu selbst gewählten Themen, den die Mitarbeiter des RUZ bei bis zu neun Terminen je Einrichtung einbrachten. Unter anderem ging es um Mobilität und Konsum. „Beim Thema Plastik wurden uns wirklich die Augen geöffnet“, nennt Melanie Peters, die das Elternprojekt im Kindergarten Falkenburg betreut, ein Beispiel.

Nun geht es für Eltern und Kinder an die Umsetzung: Wie sie aussieht, schilderte Melanie Peters zusammen mit Anika Kremser (Kita Rethorn), Kristin Schäfer (Kita Filibuster, Brettorf) und Janina Taut (Kita Schatzinsel, Hoykenkamp) am Mittwoch im RUZ Hollen.

Während in Hoykenkamp die Neugestaltung des Kräuter- und Gemüsegartens die größte Maßnahme darstellt, fokussieren sich die Rethorner auf die Anlage eines Hochbeets, für das in der Kita bereits Pflanzen vorgezogen werden. Die Falkenburger indes setzen auf ein Gewächshaus. Gegen den Gemüseanbau haben sich die Aktivisten aus Brettorf entschieden –dort wäre während der Kita-Schließzeiten die Pflege nicht gewährleistet. Stattdessen wollen sie in einer Wochenendaktion eine Bienenweide mit Insektenhotel anlegen und haben bereits einen Bücher- und Spieletausch sowie eine Spendenaktion für ausrangierte Schuhe installiert.

Zahlreiche kleinere Maßnahmen flankieren die Projekte. So wird beispielsweise in den meisten Einrichtungen inzwischen Leitungswasser anstelle von Mineralwasser getrunken. Letzteres weist eine erheblich schlechtere CO2-Bilanz auf. Auch Tauschbörsen wurden vielerorts bereits eingerichtet.

Gesundheit profitiert

„Konsum und Ernährung machen 40 Prozent des CO2-Ausstoßes aus“, berichtet Lars Gremlowski, Klimaschutzmanager der Gemeinde. Das überrasche viele, weil der Fokus – auch bei den kommunalen Klimaschutz-Aktivitäten – lange auf Mobilität und Energie gelegen habe. Vom Projekt „NaKita“ würden neben dem Klima auch Gesundheit und Artenschutz profitieren.

Für die beteiligten Eltern gab es auch von Projektleiterin Katja Wessolowski und RUZ-Geschäftsführerin Marina Becker-Kückens viel Lob: „Wir wissen, dass es absolut nicht selbstverständlich ist, dass sich Eltern neben Familie, Beruf und anderen Verpflichtungen noch in den Projekten einbringen“, so Becker-Kückens.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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