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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Spielerisch zum Energiesparer werden

12.12.2018

Hollen /Landkreis Seit mehreren Jahren sind die Stromspar-Checker des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) Hollen im Landkreis unterwegs und helfen Menschen mit geringem Einkommen dabei, ihren Energieverbrauch zu senken. Ein Ansatz, der jetzt auch spielerisch verfolgt werden soll: Zusammen mit der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) wurde das „Stromsparspiel“ entwickelt.

Von der Idee zum Spiel

Der Stromspar-Check des Umweltzentrums Hollen

Teilnehmen können Menschen, die Arbeitslosengeld II, Wohngeld oder Grundsicherung erhalten. Auch Personen, deren Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt, haben einen Anspruch auf die Beratung.

Der Stromspar-Check ist kostenlos. Die Kosten werden vom Bundesumweltministerium getragen. Die ehrenamtlichen Berater geben aber nicht nur Tipps zum Senken des Stromverbrauchs, sondern beraten auch beim Thema Wasserverbrauch.

Die Beratung wird immer von einem Team durchgeführt, pro Haushalt gibt es zwei Termine. Ausgehend von der letzten Strom- und Nebenkostenabrechnung werden Einsparmöglichkeiten errechnet und mit den Haushaltsmitgliedern besprochen.

Beim zweiten Hausbesuch werden dann auch Energiesparlampen und andere Soforthilfen wie Steckleisten mit Kippschalter oder Duschköpfe mit Wassersparfunktion im Wert von bis zu 70 Euro überreicht.

Im Schnitt sind die Haushalte nach der Beratung in der Lage, bis zu 130 Euro pro Jahr an Energiekosten zu sparen.

Weitere Informationen zum Stromspar-Check gibt es auf der Internetseite des Umweltzentrums Hollen:

Die Stromspar-Checker sind auch telefonisch oder per E-Mail im RUZ zu erreichen: Telefon  04223/93 20 53 oder stromspar-check@ruzhollen.de.

    http://www.ruzhollen.de

Ungefähr ein Jahr hat es von der ersten Idee bis zum fertigen Kartenspiel gedauert. Angefangen hat alles mit einem Vortrag der Stromspar-Checker um den Ganderkeseer Ulf Moritz im Werkstattprojekt der LEB. „Ich habe dann überlegt, ob und wie man die Stromspartipps in ein Spiel packen kann“, erinnert sich LEB-Anleiter Edgar Ruhm. „Für uns ist das auch Neuland“, sagt Ulf Moritz, „bisher haben wir noch nie ein Spiel eingesetzt, um die Tipps zu vermitteln.“

Herstellung durch LEB

Hergestellt wird das Spiel, zu dem zahlreiche Karten, Chips und Steinchen gehören, von Langzeitarbeitslosen, die von der LEB wieder für den Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Wie genau das Stromsparspiel eingesetzt werden soll, ist noch nicht ganz klar: „Wir denken zum Beispiel daran, das Spiel bei Infonachmittagen einzusetzen“, so Ulf Moritz. Ein Ersatz für den Stromspar-Check (siehe Infokasten) soll das Spiel nicht sein, eher eine Ergänzung. „Beim Spielen bleiben die Tipps besser im Kopf“, ist sich Edgar Ruhm sicher. Diese Stromspar-Tipps sind fester Bestandteil des Spiels und stammen ursprünglich aus dem Infomaterial des Umweltzentrums.

Eingebunden sind die Stromspar-Tipps, die den Spielern das Spiel erleichtern, in einen relativ simplen Spielmechanismus: Runde für Runde müssen sich die Spieler, zwei bis vier können gleichzeitig spielen, entscheiden, welche Geräte sie in ihrem „Haushalt“ anschalten.

Jedes Gerät kostet natürlich Strom, so dass in jeder Runde die Stromrechnung bezahlt werden muss. „Das kennt jeder: Monat für Monat gehen die Stromkosten vom Konto ab“, so Ulf Moritz. Und wie man hier sparen kann, das erklärt der Stromspar-Check – und in gewisser Weise auch das Spiel.

Verschiedene Mechanismen sorgen dafür, dass „jeder Spieler auch mal wie im echten Leben die Waschmaschine anschalten muss“, so Edgar Ruhm. Gewonnen hat am Ende, wer die meisten Siegpunkte hat, also der Spieler, der mit seinem Geld am besten haushalten konnte und die Tipps am besten eingesetzt hat.

Zu den Hinweisen gehören unter anderem „Das Heizen mit elektrischen Heizkörpern oder Heizlüftern ist sehr ineffizient und teuer“ oder „Beladen Sie Ihre Spülmaschine immer vollständig“. Auch wenn die Spieler „gegen­einander“ antreten, „gewinnen eigentlich alle, denn jeder lernt die Tipps kennen“, so Edgar Ruhm.

Zusätzliche Hilfen gibt es in jeder Partie durch Gegenstände wie die Mehrfachsteckdose oder die Zeitschaltuhr, die im Spiel „erworben“ werden können und auch im tatsächlichen Stromspar-Check eine wichtige Rolle spielen.

Nicht zu kaufen

Käuflich zu erwerben gibt es das „Stromsparspiel“ derweil noch nicht. Aber künftig werden die Stromspar-Checker sicher dafür sorgen, dass das Spiel – und die integrierten Tipps – einer weiten Verbreitung zugeführt werden.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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