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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Schnelles Internet für Holzhausen in Sicht

04.09.2019

Holzhausen Hoffnung für die Wildeshauser Bauerschaft Holzhausen, wo sich Bürger in den vergangenen Monaten über von der Telekom gekündigte Telefonanschlüsse beschwert haben und darüber, dass das Internet in der dünn besiedelten Landgemeinde zu langsam sei. „In Holzhausen wird aufgrund des EWE-Glasfaserausbaus in etwa einem Monat schnelles Internet verfügbar sein“, schreibt die EWE auf Anfrage unserer Zeitung. „Dann stehen auch in Holzhausen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde zur Verfügung.“

Chance für Wechsel

Das wird EWE-Kunden freuen. Telekom-Kunden mit gekündigten Anschlüssen könnten die Chance nutzen und den Anbieter wechseln. Die EWE erklärt dazu, dass vor der Schaltung neuer Kunden an diesem Standort auch bestehende Anschlüsse umgeschaltet werden müssten. Dieses geschehe in enger Abstimmung mit der Telekom als Eigentümer der „letzten Meile“.

Die Telekom baut das Netz seit einigen Jahre auf die sogenannte „Voice Over IP“-Technologie um. „Das IP-Netz ist das Netz der Zukunft, denn es ist die Basis für einen Vectoring- oder Glasfaseranschluss. Ein sicherer Betrieb der alten ISDN-Plattform ist in der Zukunft nicht mehr möglich. Für das alte ISDN-Netz werden die Serviceverträge mit den Herstellern nicht mehr verlängert, denn es wird immer schwieriger, Ersatzteile zu beschaffen“, erklärt die Telekom auf die Anfrage unserer Zeitung bezüglich der Probleme in Holzhausen.

„Die IP-Umstellung erfolgt unabhängig vom Breitbandausbau auf der bestehenden Netzinfrastruktur. Die alte ISDN-Plattform wird abgeschaltet, alle Anschlüsse sollen nur noch auf der IP-Plattform betrieben werden“, so die Telekom. Leider könne bei einer geringen Anzahl von Kunden aus technischen Gründen nach dem Wechsel auf die IP-Plattform nicht dieselbe Leistung angeboten werden wie auf der alten ISDN-Plattform. Die am Anschluss vorhandene Bandbreite sei zu gering, um über die IP-Technik gleichzeitig einen Telefon- und Internetanschluss anzubieten. Dies treffe insbesondere für Anschlüsse zu, die sehr weit außerhalb von bebauten Ortschaften lägen und somit auch mehrere Kilometer vom nächsten Verteilerkasten entfernt seien.

Hergen Stolle aus Holzhausen, Vorsitzender des Heimatvereins Düngstrup, klagt als EWE-Kunde ebenfalls über eine langsame Internetleitung. „Das langsame Internet ist in jedem Ort der Wildeshauser Landgemeinde Thema.“ Er verstehe nicht, warum der Breitbandausbau so lange dauere, obwohl die Leerrohre schon seit einem Jahr im Boden lägen und auch ein Kabelverzweiger aufgestellt worden sei.

Stolle kritisiert die Telekommunikationsanbieter allgemein. Sie hätten kein wirkliches Interesse, den ländlichen Raum zu erschließen. „Das Geld wird in den Ballungsräumen verdient.“ Dabei seien heute landwirtschaftliche Betriebe mehr denn je auf schnelles Internet angewiesen.

Die Telekom drückt derweil ihr Bedauern aus, einigen Kunden an ihrem Anschluss nicht dieselbe Leistung anbieten zu können wie gewohnt. Deshalb seien alternative Optionen entwickelt worden, die in Härtefällen die neben der Telefonie von den Kunden benötigten Leistungsmerkmale eines ISDN-Anschluss auffingen.

Hilfe via Satellit

Parallel sei die Telekom in Gesprächen mit einem Satellitenbetreiber, um den Kunden, denen sie auf der Basis des IP-Netz keinen ausreichenden Breitbandanschluss mehr anbieten könne, zunächst einen reibungslosen Wechsel der Anschlusstechnologie zu ermöglichen. Auf Basis der Satellitentechnologie sei für unterversorgte Gebiete sowohl Internet als auch Fernsehen möglich. Darüber hinaus solle zum Jahreswechsel ein neues Satellitenprodukt eingeführt werden, das auch Telefongespräche via Satellit ermögliche. Betroffenen Kunden werde ein entsprechendes Angebot innerhalb der Kündigungsfrist gemacht.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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