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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Mein Freund, der Baum

17.08.2019

Hude Viele gute Gründe sehen die Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe, den Baumbestand in Hude zu bewahren. Es gibt noch etliche, sehr alte Bäume, die das Ortsbild prägen. Sie sind nicht nur schön anzuschauen, sondern haben einen immensen Wert für Mensch und Umwelt. Je mehr Grün- und Freiflächen durch Bebauung zugepflastert und -betoniert würden, desto bedeutender werde der Wert eines jeden Baumes, meint die Nabu-Ortsgruppe. „Bäume stehen nicht nur im Weg, Bäume verbessern Lebensqualität.“ Das soll mit einer jetzt gestarteten Baum-Aktion deutlich gemacht werden.

„Wohlfahrtswirkung“

Jeder einzelne alte Baum trage zur Steigerung des Erholungswertes bei in der Gemeinde. Helmut Titschack vom Nabu nennt es die „Wohlfahrtswirkung“ der Bäume. Als „grüne Lunge“ leisten die alten Bäume Enormes, sie speichern Kohlenstoff, filtern Staub und Partikel aus der Luft. Eine 100 Jahre alte Buche produziere zum Beispiel laut Holzabsatzfonds jedes Jahr 4600 Kilogramm Sauerstoff. Davon könne ein Erwachsener mehr als 13 Jahre lang atmen, heißt es. In Hude sind es vor allen Dingen die uralten Eichen, die als Freunde der Menschen nicht nur für ein gutes Klima sorgen.

„Die Bäume sind Lebensraum für viele Tiere und zugleich eine schattenspendende Futterquelle. Sie sind eine Augenweide zu jeder Jahreszeit und ein notwendiger Kontrapunkt gegen die immer steinigeren Gärten und Flächen in unserer Gemeinde“, heißt es vonseiten des Nabu.

Alte Bäume wollen aber auch gehegt und gepflegt werden und fordern den Eigentümern oft sehr viel ab. Das weiß man auch beim Nabu. Einige der alten Bäume in Hude sind als Naturdenkmale ausgewiesen, dann übernimmt die Naturschutzbehörde die Pflegekosten, wie Helmut Titschack berichtet.

Ansonsten sind die Eigentümer auf sich allein gestellt, was die Last der Kosten angeht. Obwohl sie etwas Gutes für die Allgemeinheit tun. Man sollte deshalb über „eine Art der Entlastung“ nachdenken, meint Titschack. „Zumindest eine kleine Unterstützung“ sei wichtig. Gesucht seien Ideen, wie so eine Unterstützung durch die öffentliche Hand aussehen könne. Vielleicht in Form eines Fördertopfs, wie es ihn für die Anlegung von Blühstreifen durch die Landwirte gebe. Der Nabu wünscht sich eine Unterstützung der Eigentümer, damit nicht zu schnell zur Säge gegriffen wird.

Unterstützung ist wichtig

Eine regelmäßige Begutachtung der alten Bäume durch Fachleute auf Verkehrssicherheit sei sicher unabdingbar, aber dies sollte wohldosiert und wohlwollend erfolgen, heißt es.

Die Bürgerinnen und Bürger möchte der Nabu für die Schönheit, den Nutzen und die Notwendigkeit des Baumbestandes in der Gemeinde sensibilisieren, so Ulrike Johannsmann. Und auch die öffentliche Hand solle bei Bauvorhaben mehr auf den Baumschutz achten, erinnern die Nabu-Aktivisten an die heftigen Diskussionen um das unangekündigte Fällen von Bäumen durch die Gemeinde für den Kita-Neubau an der Amselstraße in Hude.

Bäume & Geschichten

Der Nabu ruft zudem dazu auf, dass alle Menschen, die einen stattlichen, prachtvollen alten Baum auf oder an ihrem Grundstück haben, ein Foto einsenden oder auch über die E-Mail info@nabu-hude Kontakt aufnehmen. Das Team der Nabu-Ortsgruppe freue sich über Geschichten und Erlebnisse, die sich um Bäume ranken, über alte und neue Fotos. Aber auch Fragen im Umgang mit einem alten Baum würden gerne beantwortet. Interessante Huder Baum-Geschichten werden eventuell auch in der NWZ veröffentlicht.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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