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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Tourismus ist wichtig für Ortsentwicklung

29.05.2018

Hude Um zu erfahren, wie der aktuelle Stand der touristischen Entwicklung in Hude ist, hat der Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft Martina Weißensee, Geschäftsstellenleiterin der Touristik-Palette Hude, eingeladen. Bürgermeister Holger Lebedinzew ist der Meinung, dass die Ziele, die sich die Gemeinde im Tourismus-Entwicklungskonzept 2011 gesetzt hat, im Rahmen der Möglichkeiten angemessen abgearbeitet wurden. Er räumt aber ein, dass auch noch eine Menge der Punkte offen sind.

Diesen Eindruck bestätigte Weißensee in ihrem anschließenden Vortrag: „Hude hat eine zentrale Lage zwischen den zwei großen Städten Bremen und Oldenburg. Dazu kommen die vielseitigen Unterkunftsmöglichkeiten für Gäste sowie die Gastronomie.“ Die Touristik-Palette hat die verschiedenen Themenbereiche unterschiedlich stark gewichtet. Ganz oben steht der historische Klosterbereich, gefolgt vom Thema Ortsentwicklung, Naturerlebnis, den Freizeitaktivitäten sowie der Beherbergung und Gastronomie.

Zuletzt genannt wurde der Punkt Kunst und Kultur. Ein Punkt, der Jutta Schröder (SPD) sauer aufstieß: „Der Kulturverlust in der Gemeinde macht sich sehr stark bemerkbar und die Kulturinteressierten gehen dann nach Bremen oder Oldenburg.“

Eine These, der Lebedinzew energisch widersprach: „Wir sollten die Kirche am Dorfrand lassen, wie wir in Hude sagen. Es ist mitnichten so, dass wir einen Kulturverlust haben. Wir haben alles hier, was wir hier haben können, das sollten wir nicht schlechtreden.“ Er wies zudem darauf hin, dass Veranstaltungen wie der Kultursommer auf die Initiative von Bürgern und nicht von der Gemeinde entstanden seien. Karin Rohde (Grüne) regte daraufhin an, einen Arbeitskreis für Kunst und Kultur zu gründen, um solche Veranstaltungen zu initiieren.

Dringenden Handlungsbedarf sieht Weißensee unter anderem beim Pflegemanagement der Infrastruktur und bei der Be- und Ausschilderung der Radwege: „Hier brauchen wir ein Konzept. Es reicht nicht, einfach ein paar Schilder aufzustellen“, betonte die Tourismus-Expertin.

Die Politik müsse nun vorgeben, woran in den nächsten Jahren verstärkt gearbeitet werden soll. Weißensee schlug vor, sich eine Steigerung der Übernachtungen um 15 bis 20 Prozent als Ziel zu setzen. Dies sei – im Gegensatz zu Zielen wie dem Ausbau der Infrastruktur – ein klar messbarer Wert.

Dirk Vorlauf (CDU) bescheinigte der Touristik-Palette eine gute Arbeit und warb dafür, das Thema intensiver anzugehen, da dies eng mit der Lebensqualität im Ort vernetzt sei. Er regte auch an, den Vertrag mit dem Zweckverband Kommunalservice Nordwest gegebenenfalls anzupassen und diesem auf die Finger zu schauen, da beispielsweise nicht geleerte Papierkörbe sofort ins Auge sprängen. Dennis Schneider (SPD) stimmte zu und betonte, dass die Gemeinde viel Geld für die Mitgliedschaft im Zweckverband zahle.

Nils Coordes
Volontär, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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