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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Warum in Hude die Küche immer öfter kalt bleibt

07.03.2018

Hude Ohne Köche läuft in Restaurants nichts. Viele junge Menschen schrecken allerdings vor dem Ausbildungsberuf zurück. Die NWZ hat einige Huder Gastronomen zur Lage in den Küchen befragt.

Klosterschänke

Kurzfristigen Ersatz für einen langfristig erkrankten Koch zu finden, ist gar nicht so leicht, das hat auch Jens Burgdorf, Geschäftsführer der Huder Klosterschänke, gemerkt. Hätten sich früher bis zu 70 Interessenten auf eine Stelle beworben, sei es heutzutage nur noch ein Zehntel.

Die Gastronomie habe auch ein Imageproblem. „Eine hohe Arbeitsbelastung, Arbeiten an Wochenenden und Feiertage – das schreckt viele junge Leute ab“, weiß Burgdorf. Im Winter habe er die Öffnungszeiten reduziert, um dem Personal die Chance zum Überstundenabbau zu geben. Die Mitarbeiter können die Freizeit während der Wochentage nutzen. „Behördengänge oder sportliche Aktivitäten hier zu erledigen, hat auch seine Vorteile.“

Nordenholzer Hof

„Wir bewerben uns heute bei den Bewerbern“, erzählt Michael Niebuhr, Geschäftsführer vom Nordenholzer Hof. Mit einem Imagevideo bei Facebook sucht das Haus gezielt nach Servicekräften. Niebuhr betont, dass der Internetauftritt eines Restaurants enorm wichtig für junge Bewerber sei. „Bei den Köchen sind wir gut besetzt, haben aber die Arbeitszeiten anders strukturiert. Der Aufwand ist sonst nicht mehr zumutbar.“ In Spitzenzeiten leisteten seine Köche bis zu 250 Stunden im Monat. „Fernsehsendungen haben dem Ansehen des Berufs Koch geholfen“, erzählt Niebuhr. „Aber es eben kein locker-leichter Lifestyle-Job, sondern harte Arbeit, für die ein richtiges Handwerk nötig ist.“

Burgdorfs Hotel

„Die, die gut sind und ihre Leute auch gut bezahlen können, werden bleiben“, sagt Ralf Burgdorf, einer der Geschäftsführer von Burgdorfs Hotel. Der Gastronom vermutet, dass nicht alle Betriebe die Entwicklung aus Fachkräftemangel und den dadurch steigenden Löhnen schaffen werden. „Es wird sich in der nächsten Zeit die Spreu vom Weizen trennen.“ Zudem würden junge Menschen das Studium einem Ausbildungsberuf vorziehen.

Servicekräfte oder Köche zu finden, sei schwer. Die Öffnungszeiten aufgrund des Fachkräftemangels einschränken, müsste Burgdorfs Hotel noch nicht. Derzeit beschäftigt der Betrieb 41 Menschen.

Das sagt die Dehoga

Gerd Fischbeck, 1. Vorsitzender des Kreisverbandes der Dehoga (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband), warnt davor, die Problematik des Fachkräftemangels allzu schwarz zu malen. „Der Beruf des Kochs ist ein sehr interessanter“, sagt Fischbeck, der selbst in der Branche tätig ist. „Die Löhne sind gestiegen – und das ist auch gut so.“ Fischbeck kann sich vorstellen, dass viele der Geflüchteten in den nächsten Jahren in den Dienstleistungssektor drängen werden.

Tatiana Gropius
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
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