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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Selbst geringe Steigungen werden zur Qual

23.01.2020

Hude Wer gut zu Fuß ist und auch gesundheitlich auf der Höhe, der merkt es nicht. Für den sind Treppen und Steigungen kein Problem. Doch immer mehr Menschen sind auch in Hude unterwegs, die ihren Alltag mit Handicap bewältigen müssen. Teilhabe an der Gesellschaft sollte keine leere Floskel bleiben, sagt FDP-Fraktionschefin Marlies Pape. Inklusion mit ganzem Herzen bedeute auch, dass man die Probleme löse. Pape rückt mit einem Prüfauftrag an die Huder Gemeindeverwaltung den leider noch immer nicht wirklich barrierefreien Bahnhofstunnel in Hude erneut in den Blickpunkt.

Unüberwindbare Hürde

Eine gute Verbindung von Hude-Süd und Hude-Nord und ein besserer Zugang zum Bahnhof sollte laut Pape auch im Zuge des zurzeit in Arbeit befindlichen Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) Thema sein. „Die Nutzung des Bahnhofstunnels fällt Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen schwer, weil die Rampen ein zu starkes Gefälle haben. Menschen im Rollstuhl werden oft von ihren Angehörigen unterstützt, die selbst mitunter gesundheitliche Probleme haben. Dann zeigt sich die Verbindung durch den Tunnel schon als unüberwindbare Hürde“, stellt Pape fest. Die Rampen seien zu steil, im Süden sowieso, aber auch im Norden.

Eine wirkliche Abhilfe könnte hier nach Meinung der Liberalen nur durch Aufzüge erfolgen, wie sie auch schon aus dem Tunnel heraus zu den Bahnsteigen vorhanden seien. Eine Verlängerung der Rampen an den Ein- und Ausgängen des Tunnels werde nicht den gewünschten Erfolg bringen. Schon bei der Diskussion über die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes Hude-Nord sei über Aufzüge diskutiert worden. Damals sei das abgelehnt worden.

Die Rampe auf der Nordseite sei zwar flacher als auf der Südseite, aber trotzdem nur beschwerlich von Betroffenen zu meistern. „Der Mann sitzt im Rollstuhl, seine Frau, die ihn schiebt, hat eine Herzschwäche“, nennt Pape ein Beispiel, dass auch die jetzige Rampensteigung ein Problem sein kann.

Mit Fördermitteln?

Gerade auf der Nordseite sieht die FDP Chancen, im Zuge des städtebaulichen Entwicklungskonzepts einen Aufzug mit einzuplanen und diesen dann vielleicht mit Mitteln aus der Städtebauförderung zu finanzieren. Die FDP schlägt vor, das Thema beim ISEK-Workshop zum Thema Verkehr, der Mitte Februar geplant sei, zu erörtern. Die FDP jedenfalls möchte, dass die Verwaltung in Erfahrung bringt, ob der Einbau eines Aufzugs in Hude-Nord grundsätzlich möglich wäre und ob es Fördertöpfe gibt. Für Hude-Süd – nicht im ISEK-Geltungsbereich – sei die Variante Aufzug mit aufzunehmen und abzuarbeiten, wenn es um die grundsätzlichen Planungen gehe, die noch ausstünden.

Trotz Störanfälligkeit

Marlies Pape will das Argument, dass Aufzüge störanfällig seien, nicht gelten lassen. Dass es zu gelegentlichen Störungen bei den Aufzügen der Bahn komme, sei bekannt. „Wir reden immer über die wenigen Ausfälle, aber in der Regel funktioniert es doch.“

Aufzüge seien eine gute Lösung. „Handlungsbedarf ist allemal da“, sagt Pape. Sie hofft, dass der Inklusionsgedanke noch viel mehr bei allen Verantwortlichen in Fleisch und Blut übergeht. Und sie erinnert auch daran, wie schnell jeder Einzelne in die Situation kommen kann, dass er ohne Hilfsmittel nicht mehr im Ort unterwegs sein kann und auf barrierefreie Wege angewiesen ist.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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