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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Hier will man ganz schnell wieder raus

09.03.2019

Hude Die derzeit unschöne und in der Bevölkerung und der Politik immer wieder diskutierte Situation am Huder Bahnhof rückte am Donnerstagabend im Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft beim Vorsitzenden Heiko Aschenbeck (SPD) in den Blickpunkt. „Wir können wir die Gäste besser empfangen?“ – Das ist laut Aschenbeck (SPD) eine Frage, auf die es mal Antworten geben müsste. Gerade mit Blick auf den Tourismus.

Aschenbeck sprach von einer „Task Force für den Bahnhof“, die seiner Ansicht nach erforderlich wird. Es sollte dringend einmal geschaut werden, was man kurzfristig machen könne und was mittel- oder langfristig machbar sei.

Andreas Otte (CDU) verwies auf Aussagen der Verwaltung nach dem Motto: „Wir gehen da mal hin und machen sauber.“ Laut Otte ist aber gar nichts passiert. Der CDU-Ratsherr mahnte auch an, dass man die Graffiti-Schmierereien nicht hinnehmen, sondern kontinuierlich gegen die Schmierer vorgehen sollte, indem man diese sofort wieder entfernt.

Man solle an die Situation Bahnhof noch einmal neu herangehen, meinte Heiko Aschenbeck. Die Optik ist das eine, die Barrierefreiheit eine andere Seite. Darüber wurde auch schon viel gesprochen. Jetzt hat gerade der Behindertenbeirat angemahnt, die Probleme endlich zu lösen.

Was sagt die Gemeinde?

Bürgermeister Holger Lebedinzew meinte zumindest, dass die Hinweise sicher berechtigt seien. Gleichwohl warnte er die Politik davor, das „Projekt“ Bahnhof nach vorne ziehen zu wollen. Dann müssten andere Projekte verschoben werden. „Niemand meiner Mitarbeiter dreht Däumchen“, wies Lebedinzew darauf hin, dass die personellen Kapazitäten in der Verwaltung seiner Ansicht nach ausgeschöpft seien. Beraten, besichtigen, planen – für den Bürgermeister ist das zeitnah nicht hinzubekommen in Sachen Bahnhof.

Auf Antrag der Freien Wähler wird man sich in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt aber doch schon mal mit einem Bahnhofsthema beschäftigen. Hude ist nämlich als Haltepunkt der geplanten „Wunderline“ über Groningen, Leer und Oldenburg nach Bremen und zurück im Gespräch (NWZ berichtete).

Der Projektleiter der Wunderline, Tjeerd Postma, wird das Projekt in der nächsten Sitzung in Hude vorstellen. Diese findet am kommenden Mittwoch, 13. März, ab 16 Uhr öffentlich im Huder Feuerwehrhaus statt. Die Verwaltung schlägt vor zu empfehlen, dass die Gemeinde Hude die entsprechende Absichtserklärung über die Verbesserung der Anschlussmobilität unterzeichnet und sich an dem Projekt des grenzübergreifenden „Wunderline“-Netzwerks beteiligt.

Ganz im Sinne der Freien Wähler, die darauf hingewiesen haben, dass die Chance auf Generierung von EU-Mitteln besteht für Realisierung der dringend erforderlichen Barrierefreiheit und auch ganz allgemein für Verbesserungen des Huder Bahnhofes.

Was sagt die Analyse?

In der bereits vorliegenden „Wunderline“-Analyse des Huder Bahnhofs heißt es unter anderem unter der Überschrift „Aufenthaltsqualität“:

„Bei der Aufenthaltsqualität ergibt sich ein gemischtes Bild. Die Bahnsteige wurden bereits modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Dazu besteht je nach Bahnsteig ein Wetterschutz in Form kleiner Wartehäuschen oder einem Bahnsteigdach. Zusätzlich wurden auch Aufzüge eingebaut.

Die barrierefreie Führung endet allerdings an den Zugängen in der Bahnsteigunterführung. In dieser fehlt eine taktile Führung. Zudem erfüllt die Rampe auf der Südseite nicht die Vorgaben für die Barrierefreiheit. Es fehlen beispielsweise Zwischenpodeste.

Diese Bahnhofsunterführung hat neben der Barrierefreiheit auch allgemeine städtebauliche Schwächen, welche keine hohe Aufenthaltsqualität ermöglichen.

Probleme ergeben sich vor allem durch Vandalismus in Form von Graffiti (gesamte Anlage) sowie notdürftige Reparaturen am südlichen Treppenzugang. Die Zugangsmöglichkeiten zum Bahnsteigtunnel wirken unscheinbar. Während die Bahnsteige gut ausgeschildert sind, fehlen überwiegend im weiteren Bahnhofsumfeld Wegweisungen, was auch touristische Ziele umfasst.“ (Zitat Ende)

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