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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Vollbringt die Wunderlinie das Wunder?

20.02.2019

Hude Schnell und bequem mit dem Zug von Bremen nach Groningen und zurück: Die Absichten des Projektes „Wunderlinie“ (www.wunderline.nl) könnten entlang der geplanten Strecke zu erheblichen Qualitätsverbesserungen in den einzelnen Bahnhöfen selbst und im Umfeld der Bahnhöfe führen, meinen die Freien Wähler in Hude. Der Klosterort liegt an der Strecke. Insbesondere hinsichtlich der Barrierefreiheit sollte man auch in Hude endlich handeln. „Diese uns hier eröffneten Chancen sollten wir nutzen“, sagt Dieter Holsten.

Das Projekt „Wunderline“ biete nämlich die Möglichkeit, EU-Mittel für entsprechende Maßnahmen und auch ganz allgemein für Verbesserungen des Bahnhofsumfeldes zu generieren. Dazu sei es allerdings wohl erforderlich, dass der Bürgermeister die angefügte Absichtserklärung für eine Mitarbeit im Netzwerk für die Wunderline unterzeichne. Nach Informationen der Freien Wähler wird die Arbeit des Netzwerkes zu 50 Prozent von der EU gefördert. Die andere Hälfte hätten die beteiligten Kommunen zu tragen. Von einem jährlich zu leistendem Betrag durch die Gemeinde von circa 750 bis maximal 1000 Euro sei die Rede. „Wir halten es für notwendig, dass sich die Gemeinde in diesem Netzwerk aktiv einbringt, um die Schwachstellen rund um den Huder Bahnhof abzubauen“, heißt es in einem Antrag.

Synergieeffekte nutzen

Die Freien Wähler bitten um Prüfung von möglichen Synergieeffekten zwischen den bestehenden Planungen zur Barrierefreiheit für Hude-Süd und den Möglichkeiten, die in der Analyse zur Anschlussmobilität entlang der Wunderline genannt werden. Diese Potenzialanalyse, auch für den Huder Bahnhof, liege der Gemeinde vor, ebenfalls die Absichtserklärung, stellen Ursula Budde und Dieter Holsten fest. Die Beratungen sollten zügig aufgenommen werden im Fachausschuss. Damit dann anvisierte Maßnahmen sofort greifbar seien, sobald eine finanzielle Förderung genutzt werden könne.

„Die kürzlich schriftlich fixierten Ideen des Behindertenbeirats kommen zur rechten Zeit und sollten in die Gesamtüberlegungen unbedingt mit einfließen“, verweist Holsten auf ein aktuelles Schreiben des Behindertenbeirats.

Jörg Kreusel und Friedrich Alten legen darin massiv den Finger in die Wunde. Der Beirat habe aufgrund von Berichten Betroffener ermittelt, dass eine barrierefreie Nutzung des Bahnhofs und der Zugänge zu den Bahnsteigen – einschließlich der als behindertengerecht markierten Parkplätze in der Mitte des Bahnhofsvorplatzes in Hude-Nord – an einer Vielzahl von Tagen und Wochen für Menschen mit Behinderungen oder anderen Einschränkungen nicht möglich sei. Laut Behindertenbeirat betrifft dies insbesondere die dauerhaften Sperrungen an den Freitagen zum Wochenmarkt und auch die durchgängige Sperrung in der Advents- und Weihnachtszeit.

Dadurch würden an circa 93 Tagen im Jahr die Behindertenparkplätze nicht zur Verfügung stehen. Das sei ein Vierteljahr. Für den Beirat stelle sich die Frage, wie dies im Einklang stehe mit den Fördermitteln für den damaligen Umbau des Bahnhofvorplatzes. Sie verweisen auf das seinerzeitige Förderungsziel, Menschen mit Behinderungen den Zugang zu den Bahnsteigen und zum öffentlichen Nahverkehr zu ermöglichen.

Der Behindertenbeirat sehe kurz- und mittelfristig nur die planerische Einbeziehung des Torfplatzes (Hude-Nord) sowie der Geländestreifen an der Bahn (Hude-Nord) und des Schützenplatzes (Hude-Süd) als dauerhafte Möglichkeit, alle Interessenlagen bestmöglich zu vereinen, heißt es.

Sofort handeln

Seit Jahren sorgt zudem die Haltesituation des Schienenersatzverkehres, also der Busse, am Bahnhof Süd (Hohe Straße) und der derzeit nicht barrierefreie Zugang zu den öffentlichen Bahnsteigen in Süd für Verdruss. Der Beirat fordert deshalb die ganzjährige Verlegung des Schienenersatzverkehrs von der Hohen Straße (Südseite Bahnhof) auf den Bahnhofvorplatz (Nordseite). Es gebe an der Hohen Straße keine barrierefreien Aus- und Einstiege, keine Haltebuchten. Es komme häufig zu sehr gefährlichen Situationen vor, hinter und zwischen den Bussen. Der Bereich der Ampel sei oft nicht einsehbar.

Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen könnten die Busse an der Hohen Straße nicht barrierefrei verlassen und auch nicht barrierefrei in den Tunnel gelangen. Umgekehrt ebenso. Oft seien große Kraftanstrengungen nötig. Es gebe auch keine gut erkennbaren Orientierungshilfen für Ortsfremde. Die jetzige Situation sei unhaltbar. Die Gemeinde müsse sofort handeln, so der Beirat.

„Wir sollten nicht länger drumherum reden“, so Ursula Budde, Fraktionschefin der Freien Wähler. Die Ausführungen des Behindertenbeirats müsse man ernst nehmen. „Jetzt muss Butter bei die Fische“, fordert Budde.

Anders gesagt: Es ist höchste Eisenbahn!

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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