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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Die Klosterruine darf nicht zerbröseln

16.08.2017

Hude „Es wäre ein Frevel, dieses besondere Baudenkmal weiter leiden zu lassen“, fasst Wolfgang Schaller, Vorsitzender der Klosterfreunde, die Meinung zusammen nach einem Besuch der Arbeitsgruppe Baudenkmalpflege der Oldenburgischen Landschaft.

Klosterfreunde

Die Klosterfreunde werden in diesem Jahr auch erstmals auf der Agrar- und Freizeitmesse Landtage Nord dabei sein. In Mönchskutten wollen sie vom 18. bis 21. August in Wüsting am Gemeinschaftsstand der Touristiker und der Wirtschaftsförderer für ihr Museum werben. Auch ein Modell des Klosters wird gezeigt.

Eine weitere Sonderausstellung, diesmal zum Thema „Die Dänisch-Oldenburgische Personalunion 1667-1773“, wird am 1. September im Klostermuseum eröffnet.

Beteiligen werden sich die Klosterfreunde in diesem Jahr unter anderem am Tag des offenen Denkmals, der am 10. September stattfindet, und an den Huder Gartenerlebnissen (15. Oktober).

Knapp 30 Mitglieder der mit vielen Fachleuten besetzten Arbeitsgruppe hatten sich unter der Leitung von Dr. Michael Schimek, Leiter der bauhistorischen Abteilung des Museumsdorfes Cloppenburg, bei den Klosterfreunden angemeldet, um sich das erarbeitete Museumskonzept vorstellen zu lassen und die Ruine in Augenschein zu nehmen.

Aufmerksam geworden auf die Problematik rund um die Ruine war die Arbeitsgruppe durch die Berichterstattung in den Medien über die vielfältigen Bemühungen der Klosterfreunde.

Greta von Witzleben als Eigentümerin von weiten Teilen des Klosterensembles, nahm an dem Gespräch teil.

Prof. Klaus Rademacher, 2. Vorsitzender der Klosterfreunde, erläuterte das Museumskonzept und wies auf die aktuell fortschreitenden Probleme mit Wurzel-, Baumwuchs im Mauerwerk und die Gefahr von abstürzenden Mauerschalen der Ruine hin. Was dazu geführt hat, dass die Gemeinde als Pächter einen vorerst provisorischen Bauzaun aufgestellt hat und der Zugang zur Ruine nur noch in Begleitung durch die Klosterfreunde möglich ist.

Bei der Besichtigung der Ruine mit der Arbeitsgruppe sei einhelliger Tenor gewesen, dass akuter Handlungsbedarf bestehe und alles getan werden müsse, dieses einmalige Baudenkmal von nationaler Bedeutung zu erhalten und dauerhaft zu schützen, so Wolfgang Schaller.

Die Arbeitsgruppe habe zugesagt, die Freunde des Klosters Hude bei ihren Bemühungen um das Denkmal fachlich zu unterstützen.

Die Erkenntnis, dass dringend etwas für den Erhalt der Ruine getan werden muss, ist auch bei der Gemeinde angekommen.

Im September soll es auf Einladung der Gemeinde zu einer hochkarätig besetzen Gesprächsrunde zum Thema „Zukunft des Klosterbezirks“ kommen.