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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ehemalige Jugendherberge In Hude: Diakonie plant Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung

10.10.2018

Hude Ende März 2017 wurde die Jugendherberge in Hude, nachdem sie noch ein Jahr als Flüchtlingsunterkunft gedient hatte, aus wirtschaftlichen Gründen endgültig geschlossen. Nach fast 80 Jahren endete damit die Jugendherbergszeit in Hude. Zuletzt hatte die Herberge, die in direkter Nachbarschaft zum Naturbad an der Linteler Straße liegt, 85 Betten im Haupthaus und mehreren Sommerhäusern im nordischen Stil auf dem Gelände.

Jetzt, eineinhalb Jahre nach Schließung der Herberge, zeichnet sich eine neue Nutzung für das Areal ab. In der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt, die am Mittwoch, 17. Oktober, um 16 Uhr im Huder Feuerwehrhaus beginnt, werden Vertreter der Diakonie Himmelsthür aus Wildeshausen ihr Konzept für die ehemalige Jugendherberge in Hude vorstellen.

Laut Gemeindeverwaltung möchte die Diakonie Himmelsthür die ehemalige Jugendherberge vom Jugendherbergswerk kaufen. Das Vorhaben der Diakonie werde begrüßt, sagte dazu am Dienstag Olaf Hespe, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.

Die Diakonie plant laut Verwaltung ein Wohnprojekt für Menschen mit Behinderungen umzusetzen. Die Diakonie Himmelsthür ist schon seit einigen Jahren dabei, große, zentrale Wohnkomplexe zugunsten kleinerer Wohneinheiten aufzulösen, heißt es dazu. Im Zuge der Sitzung wird das Konzept durch die Diakonie vorgestellt, wie Olaf Hespe berichtet. Demnach sollen die vorhandenen Gebäude durch An- und Umbauten für die Bedürfnisse der Wohngruppen hergerichtet werden. Um das Projekt realisieren zu können, sei die Bestellung verschiedener Baulasten und Grunddienstbarkeiten notwendig. Zudem sei teilweise die Veräußerung von Grundstücken zweckmäßig, berichtet die Verwaltung. Sie hat dazu entsprechende Beschlussempfehlungen vorbereitet.

Um 1928 gab es die erste Jugendherberge in Hude, als sogenannte Schlüsselherberge in der Klostermühle. 1938 baute dann die Gemeinde Hude die Jugendherberge an ihrem jetzigen Standort ganz neu. In der Nazizeit wurde sie zweckentfremdet. Bis 1945 waren Soldaten untergebracht. Nach dem Krieg diente das Haus zunächst als Herberge für Flüchtlinge.

Um 1950 verkaufte die Gemeinde Hude das Haus der Jugendherberge mit Grundstück an den Landesverband Unterweser-Ems des Deutschen Jugendherbergswerks. 1952 wurde der Herbergsbetrieb wieder aufgenommen, mit zunächst 20 Betten. 1963 wurde modernisiert und das Haus veränderten Bedürfnissen angepasst. 1993 wurden die sechs Sommerhäuser als zusätzliche Unterkünfte errichtet. 1995 erfolgte ein umfassende Sanierung des Haupthauses. 2016 wurde der Betrieb als Jugendherberge in Hude eingestellt.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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