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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Fundsachen Aus Der Gemeinde: Die „Schatzkammer“ im Huder Rathaus

31.12.2019

Hude Schlüssel, Portemonnaie, Handy – die magischen Drei. Hab’ ich alles? Dass einer dieser Gegenstände mal verloren gehen kann, logisch. Doch wie verliert man ein Mischpult? Oder eine Schildkröte? Diese Fragen können Ramona Dahms und Martina Rinau von der Gemeinde Hude zwar nicht beantworten. Wohl aber, wo all diese Dinge gelagert werden, sollte ein ehrlicher Finder auf sie aufmerksam geworden sein.

„Fundräder sind der größte Part“, weiß Martina Rinau vom Bürgerservice-Büro, die sich um die Fundsachen kümmert. Und all diese Zweiräder lagern in den „Katakomben“ des Rathauses, wie Ramona Dahms lachend erzählt. In einem Kellerraum sind sie aufgereiht, Reifen an Reifen. „Wenn jemand sein Rad vermisst, meldet er sich in der Regel nach ein bis zwei Tagen bei uns“, ergänzt Rinau. Alle Räder, die bis dahin nicht abgeholt wurden, bleiben meist auch dort. Aber auch Kinderwagen und Rollatoren werden im Rathaus abgegeben.

Etwas verloren oder gefunden?

Abgegeben werden können Fundsachen bei allen Mitarbeitern der Gemeinde.

Wer etwas verloren hat, kann seine Daten beim Fundbüro hinterlegen. Die Mitarbeiter melden sich zurück, sobald der Gegenstand eintrifft.

Online gibt es ein Fund-Portal: Stadt eingeben und nach Kategorien auswählen.

    https://www.zentralesfundbuero.com/

Sechs Monate lagern

Aufbewahrt werden die Gegenstände ein halbes Jahr. „Das ist die Frist, innerhalb der wir Fundsachen lagern müssen“, erklärt Dahms. Danach werde der Finder kontaktiert. „Meistens sagt der aber bereits beim Abgeben, ob er Interesse hätte“, ergänzt die Leiterin des Fachbereichs für Bürgerdienste und Soziales. „Allerdings hat der rechtmäßige Eigentümer noch drei Jahre lang Anspruch“, gibt sie zu bedenken. Das könne heißen: „Wenn er sein Rad zurückhaben möchte, kann er das auch einfordern.“ Dabei gebe es jedoch Besonderheiten zu beachten. Hat der Finder des Rades nämlich Geld in eine möglicherweise nötige Reparatur gesteckt, so darf er das vom Eigentümer zurückverlangen. „Deshalb gilt: Immer Belege aufbewahren“, rät auch Martina Rinau.

Und wohin mit all den Rädern, die niemand abholt? „Früher gab es während des Bürgerfestes immer eine Art Versteigerung der Fundräder“, erinnert sich Ramona Dahms zurück. Doch weil viele der zurückgelassenen Fahrräder in so schlechtem Zustand seien, dass niemand sie kaufen mag, gibt es nun eine neue Regelung. „Diejenigen, die ganz kaputt sind, holt ein Schrotthändler ab. Manchmal kann der aus drei Rädern noch ein funktionierendes zusammenbauen“, berichtet Dahms von dem Ablauf. Und das geht dann mit den anderen in die Fahrradwerkstatt des Kulturhofes – als Spende. Natürlich werden auch andere Dinge beim Fundbüro hinterlegt. Bargeld zum Beispiel. „Speziell nach großen Feten“, wie Rinau weiß. Einen gefundenen Schein einfach zu behalten, sei nicht zulässig. Meldet sich kein Eigentümer, so bekommt auch in so einem Fall der Finder das Geld ausgezahlt – jedoch abzüglich einer Verwaltungsgebühr.

Wichtige Info dazu: „Sollte man Geld in einem Laden finden – in einem Supermarkt oder in einer Apotheke – so gehört es dem Geschäft“, macht Dahms klar. Sollte sich der Eigentümer nicht ausfindig machen lassen, so könne der Betrieb das gefundene Geld für seine Mitarbeiter einsetzen.

Kooperation mit Tierheim

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Und wie wird mit Fundtieren verfahren? „Wir haben eine Kooperation mit dem Tierheim Bergedorf. Die Mitarbeiter dort betreuen auch die Vermittlung“, sagt Dahms. Die Gemeinde zahle dem Tierheim eine Pauschale für Futterkosten, Tierarzt und das Impfen. Hier gilt: „Hunde werden meistens sehr schnell an die Besitzer zurückvermittelt. Das ist einfacher. Bei Katzen oder Kleintieren ist die Rückverfolgung sehr viel schwieriger“, kann Rinau aus Erfahrung berichten.

Alle Fundsachen werden in Hude übrigens in ein spezielles Online-Programm eingetragen. Hier landen allerdings nicht die Kuriositäten, die sich im Endeffekt nicht als wahre Fundsachen herausstellen. „Uns wurde mal eine Parkbank vorbeigebracht“, kann sich Rinau erinnern. Die jedoch gehörte sowieso der Gemeinde und war mal vom Spielplatz in Wüsting geklaut worden. Auch spannend: „Uns wurde mal ein Werkzeugkoffer gebracht. Darin waren allerlei Utensilien, die man zum Einbrechen in Häuser gebrauchen kann: Seitenschneider, Kuhfuß usw. Da hat sich komischerweise danach auch nie jemand gemeldet, dass er den Koffer vermisst“, sagt Ramona Dahms mit einem Augenzwinkern.

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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