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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Huder „Juwel“ erwacht langsam

20.10.2017

Hude Auch wenn von der Zufahrt aus noch nicht viel zu sehen ist: Beim Haus Marienhude tut sich durchaus schon einiges. Die mehr als 110 Jahre alte Industriellenvilla, ein architektonisches Juwel im Klosterort, soll wieder zu einem besonderen Schmuckstück werden. Dieses ehrgeizige Ziel hat sich der Unternehmer Hein-Jürgen Thalen aus Zetel-Bockhorn gesetzt.

Haus Marienhude

stammt aus dem Jahr 1905/1906. Architekt Hermann Deetjen baute die Villa mit ihren 22 Zimmern, mehreren Kaminen, fünf Bädern und zwei Wintergärten für den Benzin-Fabrikanten Georg Bornemann und seine Familie. Rund 610 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche sind vorhanden. Die Villa steht auf einem knapp 19 000 Quadratmeter großen Grundstück. Auch ein altes Kutscherhaus gehört dazu.

Die Villa wurde nach dem Auszug der Familie Bornemann für verschiedene Zwecke genutzt. Seit 1986 war sie Bildungsstätte für den Zivildienst unter Trägerschaft des Diakonischen Werkes Oldenburg. Als die Diakonie die Einrichtung aufgab, wurde das Areal Ende 2013 von der Gemeinde Hude erworben. 840 000 Euro wurden dafür ausgegeben. Die Gemeinde wollte Einfluss auf die Nachnutzung des denkmalgeschützten Areals nehmen. Es sollte auch weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich sein. Mit dem Nutzungskonzept für das „Quartier Marienhude“ überzeugte die Firma Blinkfüer.

Thalen ist Geschäftsführer der Blinkfüer Grundstücksgesellschaft mbH. Er hat die Schlüssel für das Haus Marienhude Anfang Januar 2017 von der Gemeinde übernommen. 935 000 Euro hat Thalen für das denkmalgeschützte Objekt an die Gemeinde bezahlt.

Hein-Jürgen Thalen hat ein Faible für alte Bau­substanz. In enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz richtet er die alte Villa so her, dass sie einmal Tagespflege im Erdgeschoss sowie betreutes Wohnen für alle Generationen in den oberen Etagen beherbergen kann.

Für die Tagespflege sei er in Verhandlungen mit den Johannitern als Betreiber, für das betreute Wohnen im Obergeschoss mit der Lebenshilfe Delmenhorst. „In einem guten Miteinander“, so Thalen, würden die Grundrisse abgestimmt.

Auch mit der Denkmalschutzbehörde (Landkreis Oldenburg) sei man ein gutes Stück weitergekommen.

„Wir erhalten die alten Fenster. Das war Wunsch der Denkmalschützer“, berichtete Thalen. Die noch vorhandenen 110 Jahre alten Fenster der Villa würden aufgearbeitet. Innen gebe es Doppelfenster. Das sei aufwendig und auch viel Fummelarbeit, so Thalen.

Und auch für den Einbau eines Aufzuges, mit dem man bis in das zweite Obergeschoss gelange, zeichne sich nach vielen Gesprächen mit dem Denkmalschutz eine praktikable Lösung ab.

Die Sanierung der Villa, bei der Denkmalschutz auch hinsichtlich kleinster Details Wörtchen mitredet, kostet Zeit und auch viel Geld. Ob Fenster, Fußböden, Treppen – bis ins Detail ist die Denkmalpflege mit beteiligt.

Auf der Südseite ist auch schon der neue Fassaden-Anstrich der Villa zu sehen. Ein Weißton wurde auf den bislang grauen Putz aufgebracht. „Nach und nach arbeiten wir uns vor“, so Bauleiter Klaus Schulte, der seit März mit einem Team vor Ort tätig ist. Alles passiert sehr behutsam.

Damit sich das Projekt zur Sanierung der alten Villa wirtschaftlich rechnet, will Thalen am Rande des Parks drei Mehrfamilienhäuser für generationenübergreifendes Wohnen mit insgesamt 33 Einheiten neu errichten. Die Nachfrage sei schon jetzt groß, so Thalen. Er rechnet mit dem ersten Spatenstich noch in diesem Jahr. Die Bauanträge seien gestellt. Er hofft, in Kürze die Baugenehmigung zu erhalten. Dann werde auch ein Bauschild aufgestellt.

Bürgermeister Holger Lebedinzew und Wirtschaftsförderer Roland Arndt informierten sich am Mittwoch vor Ort.

„Wir waren absolut beeindruckt von dem, was man schon sieht“, sagte Roland Arndt auf Nachfrage der NWZ.

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