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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„hudo-Werk“ In Hude: Konkurs schweißt sie zusammen

02.04.2019

Hude 36 Jahre ist es bereits her, dass das „Hudo-Werk“ in Hude Konkurs gegangen ist. Ein Schock in der Gemeinde, denn die Maschinenfabrik, die Mühlen, Silos und Agrargeräte herstellte, war mit 300 Mitarbeitern in ihrer besten Zeit der zweitgrößte Arbeitgeber in Hude.

Bis zum Ende war die Belegschaft eine eingeschworene Runde, die sich am 18. Februar 1994 mit 50 Ehemaligen zehn Jahre nach der unerwarteten Werkschließung zum ersten Wiedersehen traf, um in der guten alten Zeit zu schwelgen. „Bis heute ist der Zusammenhalt eng“, wie Ferdinand Dorin, damals Einkaufsleiter, auf Nachfrage betonte. Heute kümmert er sich um den nach wie vor bestehenden Stammtisch und die Ehemaligen-Treffen. Am Freitagabend gab es schon die 26. Zusammenkunft. Diesmal in der Gaststätte Menkens, nachdem das Haus am Bahnhof geschlossen hatte. Bei Getränken und Klönschnack ließen die Hudo-Mitarbeiter ihrem Unverständnis über den Konkurs dann freien Lauf.

Dorin meinte: „Die Bücher waren mit Aufträgen für ein halbes Jahr voll. Doch plötzlich meldete der letzte Inhaber Bernd Heinz den Konkurs an. Für uns ohne Grund. Arbeitsplätze waren von einem Tag auf den anderen weg und die Firma platt.“

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In erster Generation hatte Friedrich Heinz den Grundstein für die Hudo-Werke gelegt. Sohn August Heinz führte die Firma weiter und übergab sie schließlich an seinen Sohn Bernd, der das Unternehmen schließlich in den Konkurs führte.

Wie Dorin ausführte, hatte sich das Unternehmen als Mühlenbaubetrieb mit dem Aufbau ganzer Kraftfutterwerke einen Namen am Markt gemacht. „Die wurden sogar schlüsselfertig gebaut. Wir waren bundesweit am Markt tätig“, sagt der Ex-Mitarbeiter.

Noch heute gibt es ein Hudo-Zweitwerk in Itzehoe. Es war wirtschaftlich getrennt und ist nach wie vor am Markt tätig. „Mit unserem Stammtisch wollen wir das Itzehoer Werk einmal besichtigen. Dazu werde ich Kontakt aufnehmen und einen Termin vereinbaren“, sagte Dorin.

Am 26. Hudo-Treffen nahmen wieder 30 Ehemalige teil. „Die Gemeinschaft ist nach wie vor gut. Es hat eben damals einfach Spaß gemacht, im Hudo-Werk zu arbeiten. Und die Hudo-Leute, die konnten etwas. Dafür hat die sehr gute Ausbildung von Lehrlingen gesorgt“, erklärte Ferdinand Dorin.

Einer von ihnen ist Udo Schwarting (68). Der Rentner machte nach dem aktiven Berufsleben noch den Müllermeister. In dieser Funktion ist er in einem Museum als Müller tätig und gibt Anschauungsunterricht. Die Hudo-Werke sind eben nicht gänzlich vergessen. Dafür sorgen die ehemaligen Mitarbeiter.

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