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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Flaschenkind verzückt Klosterbezirk

27.02.2018

Hude Nachts klingelt bei Greta von Witzleben alle zwei Stunden der Wecker. Dann heißt es: Milch aufwärmen, Lämmer füttern, den Bauch der Tiere massieren und dann die Schnute der Kleinen putzen. Danach kann sie wieder ins Bett – bis sie nach zwei Stunden erneut hoch muss.

Vor zwei Wochen wurden die ersten Osterlämmer der Jacobsschafe geboren. Darunter ist auch das Lamm Viktoria, die mit der Flasche aufgezogen werden muss. Sie ist jetzt eine Woche alt. „Viktorias Mutter hatte vor zwei Jahren eine Euterentzündung und kann keine Milch mehr geben“, erklärt die Gutsverwalterin. Da sie das Lieblingsschaf der Familie und ein Leittier ist, bleibt sie weiterhin in Hude. Nach Viktorias Geburt half ein Landwirt aus Maibusch prompt aus: Er versorgte von Witzleben mit eingefrorener Erstmilch einer Kuh. „Die Milch ist super wichtig.“ Und auch in den Tagen und Wochen nach der Geburt muss das Tier gut umsorgt werden. Dass von Witzleben die Lämmer mit der Flasche aufziehen müsse, passiere nicht so häufig. Auch Komplikationen seien selten bei den Geburten, sagt von Witzleben. In den 40 bis 50 Jahren, die ihre Familie die Schafe schon züchtet, sei es erst einmal vorgekommen, dass ein Tierarzt mit einem Kaiserschnitt bei der Geburt helfen musste.

„Wenn die Temperaturen runtergehen, kommen die Lämmer“, weiß von Witzleben aus Erfahrung. Erst Montagmorgen sind die letzten beiden Lämmer auf die Welt gekommen – Zwillinge. Geboren werden die Tiere meist auf der Winterweide Ziegelhof, auf der sich auch ein Stall befindet. Von dort geht es dann erstmal in einen anderen Stall direkt neben dem Haus. Mit Heu und Wärmelampe ausgestattet lässt es sich hier bei Minusgraden aushalten. Wenn die Sonne scheint, dürfen sie auch kurz raus. „Sobald es nicht mehr friert, können sich die Kinder die Lämmer wieder auf dem Ziegelhof angucken.“ Denn bei den Jüngsten sind die Lämmer sehr beliebt, weiß von Witzleben.

„Die Jacobsschafe sind so verwurzelt im Klosterbezirk“, sagt die Gutsverwalterin. „Und das ist eine ganz seltene Rasse hier in Deutschland.“ Zum ersten Mal werden die Tiere im Alten Testament erwähnt. Früher sei die Rasse auch wegen ihrer Wolle sehr beliebt gewesen, da sie nicht extra gefärbt werden musste. Mit ihren schwarzen Punkten sind sie ein Hingucker. Auch die Hörner fallen auf. Manche Schafe haben zwei, vier oder sogar sechs Hörner. Von Witzleben betreibt eine Hobbyzucht. Auf dem Klostergelände dienen die insgesamt 15 Tiere als Zierde für den Landschaftspark.

Nicht nur bei den Flaschenkindern steht die Gutsverwalterin im Mittelpunkt, alle Tiere sind auf sie fokussiert. Sobald sie das Gelände betritt, gilt ihr die Aufmerksamkeit. Bewegt sie sich auf der Weide und ruft die Schafe, folgen sie ihr. Neben den Muttertieren im Stall stehen auf der Winterweide die zwei Böcke Willi und Alexander mit den restlichen Jacobsschafen.

Immer mit dabei ist auch die Hündin Jette. Während sich von Witzleben um die Tiere kümmert, wuselt die achtjährige Hündin um ihre Beine und „kümmert“ sich um den Nachwuchs. „Die hat solche Muttergefühle“, erklärt die Huderin mit einem Blick zu Jette. „Sie macht ihren Job hervorragend.“

 In einem Flyer und auf der Internetseite des Landschaftsparks wird über die Schafe informiert. Doch besonders beliebt seien die Videos und Bilder auf der Facebookseite der Klosterruine Hude von Viktoria und den anderen Schafen.


Sehen Sie ein Video unter   www.nwzonline.de/videos 
     www.facebook.com/klosterruinehude 
     www.gutsverwaltung-von-witzleben.de 
Video

Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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