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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Umwelt: Falsche Akzente für eine bäuerliche Landwirtschaft

06.04.2020

Hude /Landkreis „Der Boden ist eine wichtige Lebensgrundlage. Er erfüllt vielfältige, für das Leben notwendige Funktionen. Für die Landwirtschaft ist die Fruchtbarkeit des Bodens ein entscheidender Faktor. Doch darf die Bearbeitung – Düngung und Pflanzenschutz – nicht zu Lasten von Wasser, Luft, Klima und Artenvielfalt gehen“, reagiert die Grünen-Fraktionschefin im Huder Rat, Karin Rohde, auf die Kritik an der neuen Düngeverordnung, die unter anderem der Vorsitzende des Kreislandvolks, Detlef Kreye, und Thomas Sprock, Geschäftsführer der Firma Urban in Wüsting in der NWZ geäußert haben.

„Das Landvolk sollte aufhören, die Wege von gestern zu verteidigen! Man sollte sich darauf konzentrieren, Zukunftskonzepte für morgen zu entwickeln! Geringere Produktivität und höherer Aufwand müssen natürlich durch angemessene Lebensmittelpreise ausgeglichen werden. Mit ihrer Weltmarktorientierung setzt die aktuelle Politik in Bund und Land leider die falschen Akzente für eine bäuerliche Landwirtschaft“, sagt Karin Rohde.

Auch die Ablehnung der Düngeverordnung durch die niedersächsische CDU und FDP sei enttäuschend, und diese Art der Politik helfe den Landwirten langfristig nicht weiter.

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Die Umweltauswirkungen der intensiven Landwirtschaft könne man auf den Seiten des Bundesumweltamtes nachlesen, die sachlich in dieser Angelegenheit berichteten. Rohde zitiert aus dem Bericht des Umweltbundesamtes: „Die Landwirtschaft hat Einfluss auf verschiedene Schutzgüter. Der Einsatz von Maschinen zur Bodenbearbeitung und Ernte sowie die intensive Ausbringung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln beeinflussen den Boden, das Wasser, die Luft und die in der Agrarlandschaft lebenden Tiere und Pflanzen. Die intensive Stickstoffdüngung (organisch und mineralisch) ist Verursacher klimaschädlicher Treibhausgase, führt zu Nitratbelastungen des Grundwassers und trägt zur Nährstoffüberversorgung sowie Eutrophierung von Flüssen, Seen und Meeren bei“.

Alle Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft seien bislang in den Wind geschlagen worden. „Politik und Landvolk hatten 25 Jahre Zeit, die Nitratproblematik zu regeln, doch die Agrarlobby hat bislang alle Lösungsansätze blockiert. Hinsichtlich Einsparung an Stickstoffdüngung ist kaum etwas passiert! Im Gegenteil: durch den enormen Ausbau der Massentierhaltung in unserer Region – abgekoppelt von der vorhandenen landwirtschaftlichen Fläche – fällt großer Überschuss an Stickstoff an“, so die Meinung von Karin Rohde. „Das Zuviel belastet unsere Böden und unser Wasser in unverträglicher Weise. Wer weiterhin zu hohe Nitratmengen akzeptiert, nimmt damit Umweltschäden in Kauf und ist dafür verantwortlich, dass wir wegen der kostspieligen Filterung demnächst mehr für sauberes Trinkwasser zahlen müssen. Beunruhigend ist, dass die Belastung mit Phosphat sogar gestiegen ist. Es bleibt dabei: Im westlichen Niedersachsen werden immer noch zu viele Tiere im Verhältnis zu den vorhandenen Flächen gehalten. Um Stickstoff und Phosphat wirksam zu reduzieren, muss die Zahl der Tiere in den Betrieben endlich an die vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen gekoppelt werden.“

Die Zukunft der Landwirtschaft liege in der Gestaltung des Wandels und nicht im weiteren Ausbau einer intensiven Landwirtschaft, die schon viele mittlere bäuerliche Betriebe in den Ruin getrieben habe.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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