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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Baustellencharakter soll verschwinden

27.11.2019

Hude Die beiden haben sich offenbar nicht wirklich lieb: CDU-Ratsherr Andreas Otte und Bürgermeister Holger Lebedinzew (parteilos) gerieten am Montagabend in der Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung aneinander. Ein „gewisses Maß an Versagen der Verwaltung“ hatte Ratsherr Otte festgestellt, nachdem die Verwaltung aktuelle Zahlen für die weitere Sanierung der Peter-Ustinov-Schule präsentiert hatte. Danach ist abzusehen, dass 2021 weitere rund 725 000 Euro erforderlich werden. „Ich glaube, dass wir durchaus das Recht haben, bei so erheblichen Abweichungen schon unterjährig informiert zu werden“, beschwerte sich Otte darüber, dass die neuen Zahlen erst jetzt, kurz vor Fertigstellung des Haushaltspakets für 2020, auf den Tisch kamen.

Die Sanierung

der Peter-Ustinov-Schule in Hude sollte zunächst nur als energetische Maßnahme in Angriff genommen werden. Daraus wurde eine Komplettsanierung für den in den Jahren 1975 bis 1977 errichteten Flachdach-Komplex. Im Jahr 2011 wurde mit der Sanierung gestartet. Jahr für Jahr folgten weitere Bauabschnitte im laufenden Betrieb.

Er weise den schwerwiegenden Vorwurf des Versagens aufs Schärfste zurück, wurde der Bürgermeister stinksauer. Eine solche Beleidigung seiner Mitarbeiter akzeptiere er nicht, sagte Lebedinzew. Solche Aussagen von Ratsmitgliedern demotivierten das Team im Rathaus. Da sei er sehr empfindlich. Kämmerer Olaf Hespe versuchte, die Wogen zu glätten und erklärte, dass der Verwaltung die neuen Zahlen erst seit letzter Woche vorlägen. Die Berechnungen seien erst in Auftrag gegeben worden, nachdem der Vorschlag kam, die Maßnahmen vorzuziehen. Man habe immer mit grob zu fassenden Zahlen bei Aufstellung der Investitionsprogramme gearbeitet. Erst, wenn das Vorhaben konkret werde, würden genaue Zahlen vorgelegt. „Wir planen von Jahr zu Jahr, abschnittsweise“, erklärte der Bürgermeister das Prozedere. Konkrete Zahlen, was die Sanierung am Ende einmal kosten werde, seien nie genannt worden.

Die Peter-Ustinov-Schule wird seit 2011 abschnittsweise saniert. Schüler und Lehrer leben seitdem mit der Baustelle. Laut Lebedinzew hatte der Schulleiter darum gebeten, die Maßnahmen zur endgültigen Fertigstellung, die erst 2021 veranschlagt sind, in das Jahr 2020 vorzuziehen. Denn optisch ist trotz der vielen neuen Räume die Schule noch Baustelle: die offenen Decken der Flure, die unansehnlichen Bodenbeläge in Treppenhäusern und Fluren zum Beispiel. Da die Oberschule im Wettbewerb zu anderen Schulen stehe, habe er sich überzeugen lassen, dass an der Optik schneller gearbeitet werden müsse, sagte Lebedinzew.

So sollen schon im nächsten Jahr statt der veranschlagten Maßnahmen für rund 380 000 Euro auch die erst 2021 geplanten weiteren Maßnahmen für rund 700 000 Euro in den Haushalt aufgenommen werden, lautet der Vorschlag der Verwaltung.

Fachbereichsleiterin Nicole Westermeyer erklärte, was mit dem Geld gemacht werden soll. Es geht um das Verschließen der durch die Bauarbeiten freigelegten Decken, um die Erneuerung der Fußbodenbeläge in Fluren und Treppenhäusern oder um die Beplankung stark beanspruchter Wände. Die alten Brandschutztüren müssen erneuert werden. Einige schließen nicht mehr richtig, andere wurden geschweißt. Weitere Arbeiten an der Sicherheitsbeleuchtung und an der Brandmeldeanlage sind zu erledigen. Die Einbruchmeldeanlage, die Lautsprecheranlage, Arbeiten im Bereich Heizung, Lüftung, Sanitär. Bis Ende 2021 soll alles abgearbeitet sein, was den Innenbereich betrifft. Dafür werden nach den jetzt vorliegenden aktuellen Berechnungen im Jahr 2021 noch einmal rund 725 000 Euro benötigt, die bislang noch nicht auf dem Plan standen.

Restarbeiten an der Außenfassade, an den Leitungen im Keller und an der zentralen Gebäudeleittechnik sind laut Westermeyer zudem 2022 zu erwarten. Hierfür gebe es noch keine Kostenschätzung. Peter Zwiener (SPD) prognostizierte schon mal eine Gesamtsumme von einer Million Euro, die 2021/22 bereitzustellen sei. „Wir können es ja auch nicht übrig lassen“, sagte Zwiener. Sein Fraktionskollege Jürgen Onken sagte, dass das nicht das Ende sei. Auch die Außenanlagen der Schule müssten angepackt werden.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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